Auch Waffenlieferungen für Kurden verzögern sich

Technischer Defekt an niederländischem Transportflieger

Bei einem Pressetermin der Bundeswehr im Materialdepot Waren wird die Panzerabwehrwaffe Milan gezeigt, die in den Nordirak geliefert werden soll.

Berlin - Die Pannenserie bei der militärischen Hilfe aus Deutschland für die irakischen Kurden reißt nicht ab: Nach der Entsendung von Bundeswehr-Ausbildern verzögerte sich auch die Lieferung von Waffen zur Unterstützung der kurdischen Peschmerga in ihrem Kampf gegen die extremistische Organisation Islamischer Staat (IS). Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin mitteilte, konnte die dafür vorgesehene niederländische Transportmaschine wegen eines technischen Defekts zunächst nicht wie vorgesehen am Mittag starten.

"Wir gehen davon aus, dass die Maschine zeitnah in Gang gesetzt wird", sagte der Sprecher weiter. Das Flugzeug sei von den Niederländern "dankenswerter Weise" für den Transport der Waffen angeboten worden.

Dagegen geht es für die sieben Bundeswehr-Soldaten, die kurdische Kämpfer in den Gebrauch der Waffen einweisen sollen, offensichtlich voran. Nachdem die sechs Ausbilder und ein Sanitäter bereits seit Samstag im bulgarischen Burgas festsaßen, lag die bislang fehlende Einfluggenehmigung für den Irak nach Bundeswehr-Angaben am Mittwoch vor. Die Soldaten wurden demnach nunmehr am Abend um 19.00 Uhr deutscher Zeit in der Kurdenmetropole Erbil erwartet.

Hintergrund für die fehlende Genehmigung waren ebenfalls technische Defekte gewesen. Da zweimal eine zunächst vorgesehene Transall-Maschine der Bundeswehr ausgetauscht werden musste, stimmte die den irakischen Behörden übermittelte Kennung des Flugzeugs nicht mehr mit der letztlich eingesetzten Maschine überein.

(xity, AFP)