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Auch Parteinachwuchs kritisiert jetzt CSU-Chef Seehofer

Bayerns JU-Chef sieht Schwäche in Wirtschaftspolitik

CSU-Chef Horst Seehofer steht auch innerhalb seiner Partei immer mehr unter Kritik.

München - Den Angriffen des Europapolitikers Markus Ferber auf Seehofers Kurs schloss sich in der "Augsburger Allgemeinen Zeitung" zum Teil nun auch der Parteinachwuchs an.

Der bayerische Junge-Union-Chef Hans Reichhart sagte dem Blatt, "der CSU fehlt es momentan an Profilstärke in der Wirtschaftspolitik. Es ist nicht verständlich, warum wir als CSU jetzt nicht beim Thema Bekämpfung der kalten Progression klare Kante zeigen." Reichhart forderte zudem von der CSU, über Ferbers Kritik an Seehofers Kurs offen zu diskutieren.

Nach dem Abrutschen der CSU auf 40,5 Prozent bei der Europawahl - ihrem schlechtesten landesweiten Ergebnis seit 60 Jahren - hatte Ferber Seehofer vorgehalten, in Berlin nach der Bundestagswahl falsche Akzente gesetzt und damit der CSU geschadet zu haben. In der "Augsburger Allgemeinen" hielt er Seehofer nun vor, CSU-Forderungen etwa nach Steuererleichterungen und mehr Bürgerbeteiligung auf Bundesebene in den Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl eigenmächtig aufgegeben zu haben.

Zugleich widersprach der bei der Europawahl als CSU-Spitzenkandidat angetretene Ferber Vorwürfen Seehofers, ein schlechter Verlierer zu sein. "Mein Motiv ist nicht, dass ich persönlich Schmerz über eine Niederlage empfinde. Mein Anliegen ist, dass wir bei der Klausur über die Probleme reden, die wir haben." Der CSU-Vorstand will am Samstag auf einer Klausurtagung die Gründe für das schlechte Wahlergebnis analysieren.

(xity, AFP)


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