17.01.2021 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Atemschutzübungszentrum geht in Betrieb

Atemschutzübungszentrum geht in Betrieb

Stadt investiert in "brand"-neue Übungsstrecke

Die Feuer- und Rettungswache in Garath mit angeschlossener Feuerwehrschule hat eine neue, hochmoderne Atemschutzübungsstrecke mit Brandsimulationsanlage bekommen.

Atemschutzübungszentrum geht in Betrieb

Düsseldorf - Rund 4,6 Millionen Euro hat die neue Anlage auf dem Gelände der Feuerwehrschule in Garath gekostet. Insgesamt dauerte der Bau des Atemschutzübungszentrums etwa 16 Monate. "Um Einsätze erfolgreich zu bewältigen, braucht es Training. Jetzt haben wir nicht nur eine der modernsten Trainingseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen, sondern können hier auch Trainingsmöglichkeiten für Einsatzkräfte aus anderen Städten anbieten", betonte Oberbürgermeister Thomas Geisel bei der Eröffnung.

Nach mehr als 40 Jahren Nutzung befand sich die alte Atemschutzübungsanlage in einem bautechnisch schlechten Zustand. Die in Containerbauart errichtete Brandsimulationsanlage war aufgrund der Bauweise und der intensiven Nutzung verschlissen. Die Anlage war nicht mehr uneingeschränkt funktionsfähig und musste daher erneuert werden. Der Rat der Stadt beschloss daher im Dezember 2013 einen Ersatzneubau in Massivbauweise.

Das Bauprojekt umfasst die Errichtung eines Ersatzneubaus bestehend aus einem Atemschutzübungszentrum und einer Brandsimulationsanlage, die über eine Durchgangsschleuse im Obergeschoss miteinander verbunden sind. Im Erdgeschoss des neuen Atemschutzübungszentrums befinden sich eine Werkstatt, ein Lager für Übungsgeräte, ein Vorbereitungs- und ein Schulungsraum sowie die sanitären Anlagen. Im Obergeschoss ist neben dem Arbeitsraum und der Atemschutzübungsstrecke auch der Kontrollraum untergebracht, in dem sich die Leittechnik für die beiden Übungsanlagen befindet. Das Dach über dem Atemschutzübungsraum ist nutzungsbedingt höher und wurde begrünt.

"Der Atemschutzeinsatz ist bei der Brandbekämpfung typisch, weil brennbare und giftige Gase entstehen. Brandbekämpfung ist ausschliesslich mit Atemschutz möglich", erklärt Peter Albers, Leitender Branddirektor der Feuerwehr Düsseldorf im xity-Interview. "In diesem neuen Übungszentrum lernen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Umgang mit diesen Geräten praxisnah. Sie lernen die physischen und psychischen Grenzen, sodass die Person, die in den realen Einsatz geht, in der Lage ist, einen Einsatz abzuwickeln, bei dem Bürgerinnen und Bürger gerettet werden können."

Im Rahmen der Eröffnung erhielt Albers, der bereits seit 1981 zur Feuerwehr gehört und seit 10 Jahren Branddirektor ist, das silberne Ehrenkreuz des Berufsfeuerwehrverbands. Wir gratulieren zu dieser Auszeichnung.


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