23.03.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Asylsuchende werden in Lierenfeld untergebracht

Asylsuchende werden in Lierenfeld untergebracht

Bauunternehmen stellt Wohnungen zur Verfügung

Die Stadt wird rund 80 Asylsuchende in Wohnungen in Lierenfeld unterbringen.

Düsseldorf - Dem Baudezernat ist es gelungen, ein Wohnungsbauunternehmen zu gewinnen, das die Räumlichkeiten befristet bis Ende nächsten Jahres zur Verfügung stellt. Die Wohnungen werden voraussichtlich bis Weihnachten bezogen. Die Stadt ist weiterhin bemüht, für die Unterbringung von Flüchtlingen sozialverträgliche Lösungen zu finden. Wichtige Kriterien bei der Entscheidungsfindung sind die Anzahl der unterzubringenden Personen, entsprechend angemessene Größen der Räumlichkeiten bei gleichzeitiger Optimierung der Belegung. Die Stadt verfolgt das Ziel, die Menschen nicht zentral an einem Standort unterzubringen, sondern auf das gesamte Stadtgebiet zu verteilen.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist nach einem festgelegten Verteilungsschlüssel verpflichtet, Menschen, die in der Bundesrepublik Deutschland Asyl beantragen, aufzunehmen und unterzubringen. Die hierfür notwendigen Kapazitäten sind entsprechend bedarfsorientiert bereit zu halten. Derzeit leben rund 1.800 Flüchtlinge in der Landeshauptstadt. Es wird erwartet, dass ihre Zahl bis Ende 2015 auf rund 3.000 ansteigen wird.
Oberbürgermeister Thomas Geisel hat einen Runden Tisch Asyl initiiert, der das Ziel hat, alle Beteiligten zusammenzubringen und Lösungen zu aktuellen Problemfragen wie die Unterbringung und Betreuung zu erarbeiten und einer drohenden Unterversorgung schnellstmöglich entgegenzusteuern. Unter der Federführung von Sozialdezernent Burkhard Hintzsche arbeiten Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik, Kirche, Sport, Wohlfahrtsverbänden, Flüchtlingsinitiativen und der Arbeitsgemeinschaft Düsseldorfer Wohnungsunternehmen gemeinsam an diesem Ziel. So hat die Arbeitsgemeinschaft der Wohnungsunternehmen beispielsweise eine Zielvereinbarung zur Bereitstellung von zusätzlichem Wohnraum für Flüchtlinge angekündigt. Auch Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung und der Betreuung wurden bereits umgesetzt.
Das bürgerschaftliche Engagement bei der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe wird durch eine Vernetzung innerhalb der Liga der Wohlfahrtsverbände noch enger in die Flüchtlingsbetreuung eingebunden. Der bewährte Einsatz von Sprach- und Kulturmittlern soll ausgebaut werden. Der nächste Runde Tisch Asyl tagt am 13. Januar 2015.

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