Asylbewerber-Zahl im Februar 132 Prozent höher als 2014

Wesentlich mehr Anträge von Menschen aus dem Kosovo

Die Zahl der Asylanträge von Flüchtlingen lag im Februar um 132,5 Prozent höher als vor einem Jahr.

Berlin - Wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Berlin mitteilte, stellten im vergangenen Monat 26.083 Menschen ein entsprechendes Ersuchen. Das waren weit mehr als doppelt so viele wie im Februar 2013, als die Zahl der Anträge um 14.863 niedriger gelegen hatte.

Im Vergleich zum Januar stieg die Zahl der Antragsteller um 4,3 Prozent oder 1041 Menschen. Der jüngste Anstieg war dem BAMF zufolge vor allem auf Asylbewerber aus dem Kosovo zurückzuführen. 7728 Personen von dort stellten demnach im Februar einen Antrag. Im Januar waren es 3630 gewesen, im Dezember erst 1956 - also etwa ein Viertel.

Die Zahl der Anträge von Flüchtlingen aus den meisten anderen Hauptherkunftsländern ging zurück. So baten im Februar 4237 Syrer um Asyl. Im Januar waren es 5530 und im Dezember 5021. Auch die Zahl der Anträge von Serben sank auf 2849 von 3328 (Januar) sowie 3369 (Dezember).

Wegen des starken Zustroms von Asylbewerbern aus dem Kosovo seit dem Jahreswechsel haben Bund und Länder bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet. Sie beschlossen, die Prüfung der entsprechenden Anträge zu beschleunigen, um die Menschen schneller in ihre Heimat zurückschicken zu können. Asylanträge von Menschen aus dem Kosovo haben nach Angaben der Behörden praktisch keine Erfolgschance.

(xity, AFP)