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Astronaut: Ukraine-Konflikt spielt im All keine Rolle

Deutscher Geophysiker Gerst startet Ende Mai zur ISS

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst fliegt am 28. Mai 2014 zur Internationalen Raumstation ISS.

Berlin - Der deutsche Astronaut Alexander Gerst erwartet keine Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine auf die Arbeit an Bord der Internationalen Raumstation (ISS). "Im Kalten Krieg arbeiteten die USA und die Sowjetunion im All ja auch friedlich zusammen", sagte der Geophysiker. "Heute ist das ähnlich, weil die ISS für die beteiligten Nationen etwas sehr Wertvolles darstellt. Deshalb müssen sie kooperieren. Das schweißt sie zusammen und stabilisiert die Verhältnisse zumindest in der Raumfahrt."

Am 28. Mai soll Gerst mit dem US-Astronauten Reid Wiseman und dem russischen Kosmonauten Maxim Surajew an Bord einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS starten - als erster Deutscher seit 2008. Bei zwei Außeneinsätzen soll Gerst auch im freien Weltraum arbeiten.

"Bei meinem Lieblingsexperiment werden Organismen den Weltraumbedingungen ausgesetzt, und wir studieren, ob und wie sie überleben", sagte er dem "Focus". "Erstaunlicherweise sind manche Arten sehr resistent gegenüber Vakuum und Kälte." Dies könne darauf hinweisen, dass das Leben nicht auf der Erde entstanden ist, sondern aus dem All auf unseren Planeten gelangte.

Der 37-jährige Gerst gehört seit 2009 dem Astronautencorps der europäischen Raumfahrtagentur ESA an. Drei Jahre lang trainierte er für seinen Einsatz. Er startet als elfter deutscher Astronaut ins All, an Bord der ISS wird er der dritte sein. Auf ihn und seine Kollegen wartet während der 166 Tage dauernden Mission ein umfangreiches Forschungsprogramm. An Bord sollen dem Bericht zufolge 162 Experimente durchgeführt werden, davon rund 40 mit deutscher Beteiligung.

(xity, AFP)


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