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"Asia - Europe II." im Deutschen Textilmuseum

Künstler präsentieren zeitgenössische Textilkunst

Das Deutschen Textilmuseum in Krefeld zeigt ab Sonntag, 16. Februar 2014, die Sonderausstellungen "Asia – Europe II. Positionen zeitgenössischer Textilkunst".

Krefeld - Anknüpfend an "Asia – Europe“ von 2011 werden nun 43 neue Positionen zeitgenössischer Textilkunst von 17 japanischen und 18 europäischen Künstlern präsentiert. Sie gehören der internationalen Gruppe "Fiber Art“ an. "Ein Großteil der Arbeiten ist für diese Ausstellung geschaffen worden“, sagt Dr. Annette Schieck, Leiterin des Deutschen Textilmuseums. "Asia – Europe II“ wird bis zum 18. Mai 2014 im Deutschen Textilmuseum und anschließend im Musée Jean Lurcat et de la Tapisserie Contemporaine d’Angers in Frankreich und im Janina Monkute-Marks Museum von Kedainiai in Litauen gezeigt.

Die Themen, die die von der Fiber-Art-Organisatorin Erny Perit ausgesuchten Künstler beschäftigen, sind mannigfaltig. Sie umkreisen beispielsweise die Erinnerungen an alte Volkssagen, die aus dem Gedächtnis der Nationen zunehmend verschwinden. Dabei überraschen die Beteiligten zudem mit einer Vielfalt der Umsetzungsformen. "Neben traditionellen Techniken haben viele Künstler auch neue Techniken entwickelt, vor allem die Japaner“, sagt Dr. Isa Fleischmann-Heck, stellvertretende Museumsleiterin und Kuratorin der Krefelder Ausstellung. "Es fällt auch die Vielfalt an Materialien auf“, so Fleischmann-Heck. Manche Künstler kombinieren auch alte und moderne Techniken. Dieses Wechselspiel finde sich ebenso bei der Verwendung der Materialien. "Die Künstler spielen mit der Wahrnehmung, um bestimmte Effekte zu erzielen“, so die stellvertretende Museumsleiterin. Eindrucksvoll empfängt eine solche Spielerei die Besucher bereits im Foyer: Durch Sehschlitze blicken sie auf leuchtende Röntgenaufnahmen von Kieferknochen. Das ansonsten schlichte Schwarz-Weiß-Objekt (Jacquard-Gewebe) wirkt erst durch den Einsatz von Schwarzlicht. Es lässt fluoreszierende Angelschnur bläulich leuchten.

Eine poetische Position erwartet die Besucher in der ersten Etage des Hauses: drei Meerespflanzen aus Organdy (gemusterter Glasbatist). Yasuko Iyanaga aus Japan lässt diese filigranen Objekte im Raum schweben, deren Inneres sie in Pink eingetaucht hat. In zahlreichen Werken werden in phantasievoller Weise so Natureindrücke verarbeitet, in anderen wiederum ist das Themenfeld menschlicher Beziehungen maßgebend. Eine gesellschaftskritische Arbeit thematisiert die Land-Stadt-Flucht und die Überalterung im ländlichen Japan. Zu sehen ist ein Dorf, dessen Häuser auf Pfählen stehen. Alle Häuser sind schwarz. "In den Dörfern leben nur noch die Alten“, interpretiert Fleischmann-Heck.

Wer die Ausstellung "Asia – Europe II. Positionen zeitgenössischer Textilkunst“ nicht nur auf den ersten Blick erkunden möchte, sollte die Möglichkeit wahrnehmen, sich an der Kasse eine Lupe zu leihen. Denn erst auf den zweiten Blick einzelner Werke lässt sich die Kunstfertigkeit deren Verarbeitung erschließen. Im Deutschen Textilmuseum werden mittwochs und sonntags jeweils um 14.30 Uhr öffentliche Führungen angeboten. Die Sonntagsführung am 2. März 2014 fällt jedoch wegen des Karnevals aus. Ein Katalog zur Ausstellung erscheint nicht. An der Kasse ist jedoch eine CD mit Abbildungen aller Werke sowie einem Begleittext für fünf Euro erhältlich. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.krefeld.de/textilmuseum.


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