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Arbeitsmarkt immer noch leicht im Aufschwung

Nachfrage nach Arbeitskräften vor den Sommerferien

Am Dienstag, den 30. Juni 2015 fand in der Krefelder Agentur für Arbeit die Pressekonferenz zur Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen für Juni statt.

Krefeld - "Auch im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen in Krefeld und im Kreis Viersen noch einmal leicht gesunken", erläutert Ingo Zielonkowsky, Leiter der Agentur für Arbeit Krefeld, die weiterhin gute Entwicklung des Arbeitsmarktes in Krefeld und im Kreis Viersen. "Was mich aber besonders positiv stimmt ist die enorme Kräftenachfrage der Wirtschaft in der Region. Mit 1.085 neu gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen ist die Nachfrage nach Arbeitskräften so hoch wie lange nicht in einem Juni, und mit knapp 3.400 Stellenangeboten im Bestand ist auch das Vorjahreshoch noch einmal übertroffen".
 
In Krefeld und im Kreis Viersen waren im Juni 23.747 Männer und Frauen arbeitslos. Das waren 131 Menschen weniger als im Mai und 365 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Krefeld blieb damit gegenüber dem Mai konstant auf 8,6 Prozent, gegenüber dem Juni des Vorjahres liegt sie allerdings um 0,2 Prozentpunkte niedriger.
 
Aktuell betreut die Agentur für Arbeit 6.726 Arbeitslose, 314 Männer und Frauen oder 2,0 Prozent weniger als im letzten Monat. Die Zahl der Arbeitslosen, die in den Jobcentern Krefeld und Kreis Viersen in der Grundsicherung (SGB II) gemeldet waren, ist gegenüber Mai nahezu unverändert, sie beträgt 17.021, und damit 3 Personen mehr als im letzten Monat.
 
Dynamisch zeigte sich der Arbeitsmarkt auch Juni 2015. So konnten im Laufe des Monats 4.003 Männer und Frauen ihre Arbeitslosigkeit beenden, jedoch mussten sich 3.888 auch (wieder) arbeitslos melden.
 
Sowohl der Arbeitsmarkt in der Stadt Krefeld als auch im Kreis Viersen haben von der positiven Entwicklung profitieren können. In der Stadt Krefeld sank die Arbeitslosenquote, im Kreis Viersen allerdings blieb sie unverändert. Damit liegt die Quote in der Stadt Krefeld nun nach langer Zeit wieder einmal unter 11,0 Prozent, nämlich bei 10,9 Prozent, im Kreis Viersen bei liegt sie unverändert bei 6,9 Prozent.
 
Im Geschäftsstellenbezirk Kempen (Kempen, Grefrath, Tönisvorst) betrug die Quote weiterhin 5,5 Prozent (Mai: 5,5%), im Geschäftsstellenbezirk Nettetal (Nettetal, Brüggen) sank die Arbeitslosenquote auf 7,1 Prozent (Mai: 7,3%), im Geschäftsstellenbezirk Viersen (Stadt Viersen, Niederkrüchten, Schwalmtal) ist sie allerdings leicht auf jetzt 7,5 Prozent  nach 7,4 % im Mai gestiegen.
 
Die Kräftenachfrage so kurz vor den Sommerferien bewegt sich auf einem enorm hohen Niveau. Im Mai wurden in der gesamten Region 1.085 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 12,9 Prozent mehr vor einem Monat und noch einmal 2,1 Prozent mehr als im Juni 2014.  Aktuell stehen 3.396 sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung zur Verfügung, das sind 289 mehr als im Juni des vergangen Jahres.
 
"Das hohe Niveau der neu gemeldeten Stellen und im Stellenbestand ist gerade auch vor den Sommerferien ein gutes Signal an die Region. Es stimmt mich optimistisch, dass der Arbeitsmarkt in unserer Region auch in den nächsten Monaten stabil bleibt", so Ingo Zielonkowsky zur Nachfrageseite des Marktes. "Gesucht werden aber weiterhin vor allem Fachkräfte".
 
"Auf dem Ausbildungsmarkt geht es in die richtige Richtung, wenn auch noch einiges zu tun sein wird", erklärt Ingo Zielonkowsky die Zahlen zum Ausbildungsmarkt. Aber trotz einer rechnerischen Verbesserung der Relation von Ausbildungsbewerben zu angeboten Stellen auf eine Quote von 0,63 - "wir haben für 100 Jugendliche die sich bei der Arbeitsagentur gemeldet haben für eine Beruflicheausbildung, leider nur rechnerich 63 Ausbildungsstellen zur Verfügung." Das ist zwar schon deutlich besser als im Vorjahr, da betrug die Quote nur 0,56. Aber die Zahl zeigt weiterhin das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.
Im Juni waren 3.899 Ausbildungsstellenbewerberinnen und Bewerber bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 262 (-6,3%) weniger als im gleichen Monat 2014, begründet auch durch den demografischen Wandel und damit den Rückgang der Schülerzahlen. Dem gegenüber steht ein Angebot von 2.442 Ausbildungsplätzen. Damit stieg die Zahl der gemeldeten Stellen um 99 bzw. 4,2 Prozent gegen über dem Juni des Vorjahres. Aber Fakt ist: Noch immer steht auch rechnerisch nicht für jede Bewerberin und jeden Bewerber ein Ausbildungsstellenangebot zur Verfügung.
 
"Von den Ausbildungsbewerberinnen und Bewerbern wünsche ich mir, dass sie sich flexibel in der Berufswahl zeigen und nicht nur einen Beruf verfolgen. Die Region bietet viele Chancen aus bald 200 verschiedenen Ausbildungsberufen, und da heißt es, die Alternativen zu checken. An die Arbeitgeber geht mein Appell vor allem auch an diejenigen, die sich bisher noch nicht entschließen konnten, junge Menschen auszubilden. Mit der Schaffung von Ausbildungsplätzen erhöhen Unternehmen ihre Möglichkeiten, drohenden Fachkräfteengpässen frühzeitig entgegen zu wirken", sagt Zielonkowsky.


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