Arbeitslosigkeit in Düsseldorf leicht gesunken

Corona hinterlässt Spuren auf dem Ausbildungsmarkt

Die Pandemie hat den Düsseldorfer Arbeitsmarkt weiterhin fest im Griff. Im Monat März haben dennoch wieder etwas mehr Menschen einen neuen Job gefunden.

Düsseldorf - Die Arbeitslosigkeit ist von Februar auf März 2021 um 565 Personen gesunken (-1,9 Prozent). 28.568 Menschen sind in Düsseldorf aktuell arbeitslos, 5.945 Personen mehr als im März 2020 (+26,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 8,3 Prozent. Im Februar lag sie bei 8,4 Prozent, vor einem Jahr bei 6,6 Prozent.

Die Zahl der Personen, die sich aufgrund von Entlassungen arbeitslos gemeldet ha-ben, sank zum Vormonat. Gleichzeitig haben die Beschäftigungsaufnahmen leicht zugenommen. 1.547 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer meldeten sich aus einer Beschäftigung heraus im Monat März arbeitslos. Das sind 4,4 Prozent weniger als im Vormonat. 1.607 Personen traten im selben Zeitraum eine neue Arbeitsstelle an. Das waren 5,9 Prozent mehr als im Februar 2021.

Im März waren 1.875 unter 25-Jährige arbeitslos. Die Zahl der arbeitslosen Jugend-lichen sank im Vergleich zum Monat Februar um 91 Personen (-4,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote bei der Personengruppe der Jugendlichen liegt aktuell bei 6,3 Prozent. Im Februar lag sie bei 6,6 Prozent, vor einem Jahr bei 5,1 Prozent.

Besonders deutlich machen sich die Auswirkungen der Pandemie bei der Langzeit-arbeitslosigkeit bemerkbar. Aktuell sind 11.161 Menschen in Düsseldorf länger als ein Jahr arbeitslos. Das sind 210 Menschen mehr als noch im Februar 2021 und 3.791 mehr als vor einem Jahr im März (+51,4 Prozent). Die seit Beginn der Pande-mie eingeschränkten Beschäftigungschancen bedeuten für viele arbeitslose Men-schen, dass sie länger suchen müssen und somit länger arbeitslos bleiben.

Unterbeschäftigung
Regelmäßig weist die Bundesagentur für Arbeit die Unterbeschäftigung aus. Die gesamte Unterbeschäftigung einschließlich der Zahl der gemeldeten Arbeitslosen betrug im März 37.173 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote, die unter ande-rem auch die Personen umfasst, die sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden, liegt aktuell bei 10,5 Prozent. Vor einem Monat lag sie bei 10,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 9,3 Prozent.

Arbeitskräftenachfrage
Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat seit März 2020 coronabedingt spürbar abge-nommen. Entsprechend stehen weniger Arbeitsstellen für die Vermittlung bereit. Insbesondere in freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistun-gen sowie im Gastgewerbe stehen deutlich weniger sozialversicherungspflichtige Stellen als im Vorjahr zur Verfügung.

Im Monat März 2021 wurden der Agentur für Arbeit Düsseldorf 1.153 neue sozial-versicherungspflichtige Stellen zur Besetzung gemeldet, 27 Stellen mehr als im Vormonat. 3.940 Arbeitsstellen stehen aktuell für die Vermittlung zur Verfügung. Im Vergleich zum Februar 2021 sind das 233 Stellen mehr (+6,3 Prozent), jedoch 28,8 Prozent weniger als im März 2020.

Kurzarbeit
Im März zeigten 163 Betriebe Kurzarbeit an. Davon betroffen waren 2.769 Arbeit-nehmerinnen und Arbeitnehmer. Im Februar waren es noch 456 Betriebe für 6.966 Beschäftigte.

Ausbildung in Düsseldorf
Ende März zieht die Bundesagentur für Arbeit turnusmäßig Halbjahresbilanz für die Ausbildungsvermittlung. In den ersten sechs Monaten des Ausbildungsjahres 2020/2021 wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service Düsseldorf insgesamt 3.049 Ausbildungsstellen gemeldet. Dies entspricht einem Minus von 768 Ausbildungsplätzen im Vergleich zum Vorjahresmonat (- 20,1 Prozent).

Gleichzeitig haben sich in diesem Zeitraum 2.638 junge Düsseldorfer bei der Berufsberatung als Bewerber*innen für Ausbildungsstellen registrieren lassen. Das sind 568 junge Menschen weniger, die sich für eine Ausbildung zum Start im Sommer 2021 inte-ressieren, als vor einem Jahr im Monat März (-17,7 Prozent).