Arbeitsatmosphäre lädt zum Forschen ein

Kreisarchiv und Stadtarchiv wieder geöffnet

Trotz der coronabedingten Einschränkungen erwartet die Benutzerinnen und Benutzer des neuen Kreis- und Stadtarchivs in Soest im gemeinsam genutzten Lesesaal des Archivgebäudes eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Soest - Seit Anfang dieses Jahres sind das Kreisarchiv Soest und das Soester Stadtarchiv in ihr neues Gebäude eingezogen. Ab sofort können die beiden Einrichtungen Besucherinnen und Besucher empfangen, wenn auch noch unter den strengen Regelungen der Coronaschutzverordnung. Demnach ist die Anzahl der gleichzeitig anwesenden Kundinnen und Kunden zur Wahrung der Abstandsregeln zu begrenzen. Eine Benutzung ist daher ausschließlich nach Voranmeldung bei dem Archiv, dessen Bestände genutzt werden sollen, möglich. Das Kreisarchiv ist unter der Telefonnummer 02921/ 302960 sowie der E-Mail-Adresse kreisarchiv@kreis-soest.de und das Stadtarchiv unter der Rufnummer 02921/ 1031241 sowie der E-Mail-Adresse stadtarchiv@soest.de zwecks Terminvereinbarung zu erreichen. Der Termin wird dann bestätigt. Das Tragen einer selbst mitgebrachten medizinischen Maske ist verpflichtend. Die Kontaktnachverfolgung wird durch den Benutzerantrag sichergestellt, den alle Besucherinnen und Besucher ausfüllen müssen.Die Archive sind künftig zu folgenden Zeiten geöffnet: Kreisarchiv Soest: Montag und Dienstag 8 bis 12 Uhr, 14 bis 17 Uhr, Mittwoch und Freitag 8 bis 12 Uhr, Donnerstag 8 bis 18 Uhr (durchgehend) sowie nach Vereinbarung. Stadtarchiv Soest: Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr, Donnerstag 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung.

Die Arbeitstische im Lesesaal sind alle mit separater Beleuchtung, Stromanschluss und USB-Ladesteckdose versehen. Ein Kartentisch ermöglicht auch die Betrachtung großformatigen Archivgutes, ohne dieses der Gefahr einer Beschädigung auszusetzen. Im Lesesaal sind auch die Findmittel von Kreisarchiv und Stadtarchiv untergebracht. Die Recherche in den Beständen des Kreisarchivs, soweit die Unterlagen nicht mehr archivischen Schutzfristen unterliegen, ist auch an den Besucherterminals möglich. Im Saal sind auch die digitalen Mikrofilmlesegeräte aufgestellt, so dass die Archivgäste dort Einsicht in bereits verfilmte Archivbestände nehmen können. Ein kleiner Handapparat an Literatur vervollständigt die Lesesaaleinrichtung. Vom hier aus ist auch der Freihandbereich der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Soest direkt zugänglich.

Das Kreisarchiv Soest und das Stadtarchiv Soest zusammen mit der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek sowie die Soester Stadtarchäologie sind gemeinsam in der ehemaligen Landwirtschaftsschule untergebracht. Das Gebäude wurde um einen Magazinbau ergänzt. Bauherr war der Kreis Soest, die Stadt mietet die Flächen für ihre Einrichtungen an. Der Kreis Soest nutzt 52 Prozent des Gebäudes, die Stadt Soest 48 Prozent. „Wir freuen uns, dass wir in interkommunaler Zusammenarbeit die räumlichen Voraussetzungen zur Nutzung des Gebäudes schaffen konnten und so gute Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Forschungsmöglichkeiten für die Bürger, die an Kreis- und Stadtgeschichte interessiert sind, schaffen konnten. Die Archivbestände sind nun in zukunftsfesten, perfekten Rahmenbedingungen untergebracht“, zogen Landrätin Eva Irrgang und der Soester Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer eine positive Bilanz. Falls die Corona-Pandemie es zulässt, denkt man über eine Einweihung im Frühjahr des kommenden Jahres nach, vielleicht dann zum bundesweit begangenen Tag der Archive Anfang März 2022.