15.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> "Aquarius"-Betreiber fordern Lösung für künftige Rettungseinsätze

"Aquarius"-Betreiber fordern Lösung für künftige Rettungseinsätze

Aufruf zu Solidaritäts-Demonstration am Samstag in Berlin

Die Betreiber des Flüchtlings-Rettungsschiffs "Aquarius" haben die EU-Staaten aufgerufen, weitere Einsätze im Mittelmeer zu ermöglichen. Das Schiff müsse "so schnell wie möglich" eine neue Registrierung erhalten, hieß es.

Die Betreiber des Flüchtlings-Rettungsschiffs "Aquarius" haben die EU-Staaten aufgerufen, weitere Einsätze im Mittelmeer zu ermöglichen. Das Schiff müsse "so schnell wie möglich" eine neue Registrierung erhalten, forderte am Donnerstag die Organisation SOS Méditerranée im Kurzbotschaftendienst Twitter, die das Boot gemeinsam mit Ärzte ohne Grenzen betreibt.

Die "Aquarius" war zuvor wieder in den südfranzösischen Hafen Marseille eingelaufen. Panama hatte dem Schiff nach einer Beschwerde aus Italien die Flagge entzogen. Italiens rechtspopulistischer Innenminister Matteo Salvini beschuldigt die Betreiber, einen "Taxidienst" für Migranten zu betreiben. Das Schiff ist das einzige im Mittelmeer verbliebene, das Menschen aus Seenot rettet.

Am Sonntag hatte das Schiff 58 Flüchtlinge auf Malta abgesetzt. Sie sollten auf vier EU-Staaten verteilt werden. Deutschland nimmt 15 Menschen auf.

Für Samstag hat SOS Méditerranée zu Solidaritäts-Demonstrationen in mehr als 25 europäischen Städten aufgerufen, um die Arbeit fortsetzen zu können. Auch in Berlin ist eine Kundgebung geplant.

© 2018 AFP


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