Antonioni-Werkschau in der Black Box

Programm auch in Köln, München und Bielefeld

Die Black Box/Kino im Filmmuseum, Schulstraße 4, präsentiert vom 1. März bis 30. April eine Werkschau des italienischen Regisseurs Michelangelo Antonioni.

Düsseldorf - Die Werkschau findet bundesweit statt und wurde vom Filmmuseum organisiert. Neben Düsseldorf werden auch Köln, München und Bielefeld das Programm übernehmen.

Regisseur Michelangelo Antonioni steht für ein Kino, das Filme als Kunst begreift: Kameraeinstellungen, die sich gemäldegleich ins Bewusstsein brennen; zwischenmenschliche Zustände, die - über das Bild transportiert - unter die Haut gehen; spärliche Dialoge, in denen kein Wort überflüssig ist; intensive Blicke, die Fragen aufwerfen. Filme eben, die den Zuschauer verzaubern und manchmal fragend zurücklassen.

Insgesamt werden 14 Arbeiten Antonionis gezeigt, unter anderem: "Die Nacht", in der Antonioni bravourös sein Leitthema "Entfremdung" in Szene setzt und "Die mit der Liebe spielen", ein Film der mit narrativen Konventionen bricht und so die Zuschauer herausfordert. Auch "Blow Up", der als einer der wichtigsten Filme der 1960er-Jahre gilt, steht auf dem Programm.

Das selten gezeigte Frühwerk wird ebenfalls in der Werkschau berücksichtigt: frühe Kurzfilme, erste neorealistisch anmutende Etüden sowie sein Meisterwerk "Il Grido", mit dem er die moderne Filmsprache einläutete.

Zur Eröffnung am 1. März um 20 Uhr läuft der Film "Zabriskie Point", der die Studentenunruhen der 1968-Bewegung in den USA thematisiert.

Florian Deterding, Leiter der Black Box, wird vorab eine Einführung in den Kosmos Antonioni geben.

Im Rahmen der Werkschau erscheint ein kleiner Begleitkatalog, der für zwei Euro an der Kinokasse erhältlich ist. Neben zeitgenössischen Kritiken zu allen Filmen enthält der Katalog neue Texte von namhaften Filmkritikern.