17.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Anstieg der Arbeitslosigkeit nach Ausbildungsende

Anstieg der Arbeitslosigkeit nach Ausbildungsende

Einstellungsbedarf an Fachkräften auf hohem Niveau

Aufgrund der saisonalen Zunahme der Arbeitslosigkeit durch das Ausbildungsende und den vorausgegangenen Quartalkündigungstermin ist die Arbeitslosenquote mit 8,7 Prozent im Juni auf 8,9 Prozent im Juli gestiegen.

Düsseldorf - Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren stieg gegenüber dem letzten Monat um 295 Personen auf 1.895 an. Die Arbeitslosenquote bei jungen Menschen betrug 7,1 Prozent. Damit lag die Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe deutlich unter der durchschnittlichen Quote von 8,9 Prozent in Düsseldorf. Ende Juli wurden 7.589 Menschen von der Arbeitsagentur betreut, 391 mehr als im Juni. Die Zahl der Arbeitslosen, die vom Jobcenter Düsseldorf betreut werden, ist um 175 auf 20.893 gestiegen. Die Kurzarbeit hat sich weiter verringert und erreicht mit 272 Kurzarbeitern in 25 Betrieben in Düsseldorf einen Tiefstand.
Die gesamte Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wird für Juli auf 37.572 Personen berechnet. Die Unterbeschäftigungsquote, die die Entlastung durch die Arbeitsmarktpolitik umfasst, ist in Düsseldorf im Jahresvergleich mit 11,5 Prozent um 0,2-Prozentpunkte gesunken. Die Arbeitslosenquote verringerte sich im Jahresvergleich um 0,1-Prozentpunkte auf 8,9 Prozent. Die Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt ist damit stärker von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung geprägt als auf die Entlastungswirkung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zurückzuführen.
Im Juli wurden 1.766 neue offene Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet, geringfügig weniger als vor einem Monat. Besonders gesucht werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkauf, für Büro- und Verwaltungsberufe, in der Logistik, in der Gastronomie, für Gesundheitsberufe und für Informatik- und andere IKT-Berufe. Drei Viertel aller neuen Stellen wurden für eine unbefristete Tätigkeit gemeldet. Der weitaus größte Teil aller Stellen waren Vollzeitstellen. Insgesamt standen zum Monatssende 5.064 offene Stellen für eine Besetzung zur Verfügung.
"Wer sich bis jetzt noch nicht um eine Ausbildungsstelle bemüht hat, für den wird es höchste Zeit. Unsere Ausbildungsvermittlung läuft auf Hochtouren. Aktuell gibt es noch über 1.500 freie Ausbildungsstellen in über 100 verschiedenen Berufen. Damit ist das Angebot an noch unbesetzten Ausbildungsstellen größer als die Nachfrage. Wenn man also flexibel ist und sich nicht auf einen Wunschberuf festlegt, hat man gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen“, empfiehlt Pfeiffer. Pfeiffer empfiehlt allerdings auch den Unternehmen, nicht nur den Blick auf die besten Kandidatinnen und Kandidaten zu richten. Viele Bewerberinnen und Bewerber, die formal nur "in der zweiten Reihe stehen“ oder schon lebensälter sind, erweisen sich in der Ausbildung als engagiert und zuverlässig und später als wertvolle Fachkraft.
Von Oktober bis Juli haben die Betriebe und Verwaltungen 4.560 Berufsausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet, rund acht Prozent oder 353 Ausbildungsstellen mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig meldeten sich 3.459 junge Menschen, die eine Ausbildungsstelle suchen. Das waren rund knapp 14 Prozent oder 418 Bewerberinnen und Bewerber mehr als vor einem Jahr. Die gestiegene Zahl der Bewerber ist auch darauf zurückzuführen, dass einige Abiturienten aus dem letzten Jahr zunächst Alternativen wahrgenommen hatten. Aus dem Vergleich noch unbesetzte Ausbildungsstellen und unversorgte Bewerber ergibt sich eine Angebots-/Nachfragerelation von 1 zu 1,69. Das heißt, rein rechnerisch kommen auf 100 Bewerber noch 169 freie Ausbildungsstellen. Damit ist die Situation in Düsseldorf traditionell deutlich günstiger als in NRW. Da Anfang August viele Ausbildungen beginnen, bittet Pfeiffer die jungen Menschen bei den Betrieben abzusagen, für die sie sich nicht entschieden haben. Damit ergeben sich für die anderen Bewerberinnen und Bewerber weitere Chancen.

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