07.04.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Ansprache der Bundeskanzlerin zum Corona-Virus

Ansprache der Bundeskanzlerin zum Corona-Virus

Größte Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg

Am Mittwochabend, 18. März 2020, wandte sich Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einer Fernsehansprache an die Bevölkerung.

Berlin - Merkel erklärte in der Fernsehansprache, die Situation in Deutschland sei "ernst" und man solle sie auch ernst nehmen. "Seit dem zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt."

Merkel betonte ausserdem, dass es "existenziell" sei, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, indem man "das öffentliche Leben soweit es geht herunterfährt". Es brauche Zeit, um an Impfstoffen und Therapien zu forschen und die schwer Erkrankten zu versorgen. Merkel bedankte sich bei den Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten. "Was Sie leisten, ist gewaltig und ich danke Ihnen von ganzem Herzen."

Auch die Unternehmen, die bereits jetzt unter der Krise leiden, waren Thema in der Ansprache der Bundeskanzlerin: "Wir wollen soviel wirtschaftliche Tätigkeit wie möglich bewahren", so Merkel. Die Bundesregierung wolle alles tun, um wirtschaftliche Einbußen abfedern und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Vorratskäufe sind laut Merkel in Maßen angebracht, Hamsterkäufe bezeichnete die Bundeskanzlerin allerdings als unsolidarisch: "Alle können sich darauf verlassen, dass die Versorgung mit Lebensmitteln jederzeit gesichert ist. Und wenn die Regale an einem Tag einmal leer gekauft sind, werden sie nachgefüllt." Auch beim Personal der Supernärkte bedankte Merkel sich. "Sie halten den Laden im wahrsten Sinme des Wortes am Laufen.

Merkel erklärte ausserdem in ihrer Ansprache, dass die Verordnungen schwere Einschnitte ins öffentlichr Leben seien, diese jedoch notwendig sind: "Es sind Einschränkungen, wie es sie in der Bundesrepublik nie gab. Nur in der absoluten Notwendigkeit sind diese zu rechtfertigen, aber sir sind unverzichtbar um Leben zu retten."

Weiterhin erklärte die Bundeskanzlerin, alle staatlichen Mittel gingen ins Leere, wenn die Menschen sich nicht gegenseitig helfen würden. Merkel warnte, man solle nicht in Panik verfallen und dass niemand in diesen schweren Zeiten verzichtbar sei. Es brauche unser aller Hilfe. "Gemeinsames handeln schützt." Mit einem Appell an die Bevölkerung, sich gegenseitig zu helfen und sich an die auferlegten Regeln zu halten, beendete Merkel ihre Fernsehansprache. Sie wünschte allen Zuschauern, dass sie und ihre Liebsten gesund bleiben.


Copyright 2019 © Xity Online GmbH