10.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Ann Sophie ist vor dem ESC-Finale verschnupft

Ann Sophie ist vor dem ESC-Finale verschnupft

Auftritt vor Fans abgesagt

Die Sängerin Ann Sophie hat vor dem Eurovision Song Contest am Samstag Schnupfen.

Berlin - Zur Schonung der 24-Jährigen wurde ein heute vor Fans in Wien geplanter Auftritt abgesagt, teilte die ARD mit. Die Gesundheit gehe vor, erklärte Delegationsleiter Torsten Amarell.

Die mit ihrem Lied "Black Smoke" als krasse Außenseiterin geltende Hamburgerin sprach in der ARD zudem davon, wie anstrengend die Tage vor dem Finale sind. "Man kann gar nicht darüber nachdenken, was noch alles ansteht in den nächsten Tagen", sagte die Sängerin. "Jeder Tag bringt so viel Neues, dass man sich erst mal darauf konzentrieren muss, und man kann nur hoffen, dass der Körper das alles mitmacht."

Ann Sophie ist praktisch als zweite Wahl Deutschlands Starterin. Den deutschen Vorentscheid hatte der Sänger Andreas Kümmert klar für sich entscheiden können, überraschend verzichtete er dann aber, so dass die Newcomerin Ann Sophie zum Zug kam.

Im ersten Halbfinale am Dienstagabend hatten sich in der Wiener Stadthalle zehn Länder für das Finale am Samstagabend qualifiziert. Unter den erfolgreichen Startern war auch Russlands Sängerin Polina Gagarina, deren Lied "A Million Voices" vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts wegen der Friedensbotschaft kritisiert wird.

Neben Russland schafften auch Albanien, Armenien, Rumänien, Ungarn, Griechenland, Estland, Georgien, Serbien und Belgien den Finaleinzug.

Überraschend nicht ins Finale schaffte es die mit geistig behinderten Musikern besetzte finnische Band Pertti Kurikan Nimipäivät. Die aus drei Männern mit dem Down-Syndrom und einem Autisten bestehende Gruppe zeigte mit einer Dauer von nur eineinhalb Minuten das kürzeste Lied der ESC-Geschichte - üblich sind drei Minuten. Doch mit der harten Punkrocknummer fanden die Finnen bei der Zuschauerabstimmung nicht genügend Unterstützung.

Im ersten Halbfinale setzten die Künstler für den ESC überraschend wenig Pyrotechnik ein, Feuerfontänen blieben die Ausnahme. Dafür gab es ausgefeilte Lichtinstallationen. Besonders Ungarns Sängerin Boglárka Csemer begleitete ihr von einer Friedensbotschaft getragenes "Wars for Nothing" mit vielen auf eine Leinwand projizierten Bildern.

Im Gegensatz zu der ungarischen Starterin sorgte die russische Starterin mit ihrem ebenfalls auf Frieden zielenden Lied im Vorfeld für Empörung. Den Kritikern gilt das ohne Vorentscheid vom russischen Fernsehen bestimmte Lied vor dem Hintergrund der Situation in der Ukraine als verlogen. So singt Polina Gagarina davon, für Frieden und Heilung zu beten, "wir glauben an einen Traum." Die Ukraine selbst verzichtete in diesem Jahr wegen der instabilen politischen Situation auf einen eigenen ESC-Kandidaten.

Die Show zum ersten Halbfinale wurde von Vorjahressiegerin Conchita Wurst mit ihrem Siegerlied "Rise like a Phoenix" eröffnet. Die Sängerin hatte vergangenes Jahr erst den zweiten ESC-Sieg Österreichs nach Udo Jürgens im Jahr 1966 errungen. Die vollbärtige Diva bekam in der Übertragung außerdem die Aufgabe, die Künstler zu interviewen - auch im Finale am Samstag wird sie wieder dabei sein.

Am Donnerstag findet ein zweites Halbfinale statt. Danach steht fest, welche 27 Länder das Finale am kommenden Samstag bestreiten. Gesetzt sind die fünf großen Geldgeber des Wettbewerbs, Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und England sowie das Gastgeberland Österreich. Auch Australien wird in der Endrunde vertreten sein. Das Land erhielt wegen seiner jahrelangen Leidenschaft für den ESC im Jubiläumsjahr des Wettbewerbs eine Wildcard. Ihrem Starter Guy Sebastian werden sogar gute Chancen auf den Sieg zugerechnet.

(xity, AFP)


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