Anklage wegen Dreifachmords in Schleswig-Holstein vor halbem Jahr erhoben

47-Jähriger soll getrennt lebende Ehefrau und zwei Bekannte erschossen haben

Ein halbes Jahr nach einem mutmaßlichen Dreifachmord in der Region um Kiel hat die Staatsanwaltschaft den mutmaßlichen Täter angeklagt.

Der 47-Jährige soll sich nach Angaben der Anklagebehörde vom Montag wegen Mordes verantworten, weil er im Mai 2021 seine getrennt von ihm lebende Ehefrau sowie zwei Männer aus deren Bekanntenkreis erschossen haben soll.

Den Bekannten seiner Frau warf er demnach vor, für das Scheitern seiner Ehe verantwortlich zu sein beziehungsweise eine Beziehung mit seiner Ehefrau geführt zu haben. Die drei Opfer wurden in Dänischenhagen bei Kiel sowie in Kiel erschossen. Der Verdächtige flüchtete, stellte sich am Abend des Tattags aber der Polizei in Hamburg. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Wie die Staatsanwaltschaft in Kiel weiter mitteilte, klagte sie den Verdächtigen auch wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz an. Den Doppelmord an seiner Frau und einem ihrer Bekannten soll er mit einer Maschinenpistole verübt haben, den dritten Mord mit einer Pistole. Über die Zulassung der Anklage und den Verhandlungsbeginn entscheidet das Landgericht Kiel.

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