Anklage gegen mutmaßliches Mitglied und mutmaßliche Helfer von Al-Nusra-Front

Bundesanwaltschaft will vier Männer in Düsseldorf vor Gericht bringen

Die Bundesanwaltschaft hat ein früheres mutmaßliches Mitglied der syrischen Dschihadistenmiliz Dschabhat al-Nusra und vier mutmaßliche Unterstützer angeklagt. Es geht um Taten von 2013 und 2014. Die Gruppe war Ableger des Terrornetzwerks El-Kaida.

Die Bundesanwaltschaft hat ein früheres mutmaßliches Mitglied und drei mutmaßliche Unterstützer der syrischen Dschihadistenmiliz Dschabhat al-Nusra angeklagt. Bei dem mutmaßlichen Mitglied handelt es sich nach Angaben der Karlsruher Behörde vom Donnerstag um einen Deutschen, der sich 2013 und 2014 als Kämpfer bei der auch als Al-Nusra-Front bekannten Gruppierung in Syrien aufgehalten haben soll. Über die Zulassung der Anklage muss noch das Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) entscheiden.

Bei den drei mutmaßlichen Unterstützern handelt es sich demnach um vier Bekannte des Hauptangeklagten Marius A., die auf dessen Bitte hin in Deutschland Geld sammelten. Sie überwiesen es laut Anklage in die Türkei, wo A. es in Empfang nahm und in Syrien für den Kauf von Lebensmitteln und Ausrüstung verwendet haben soll. A. wurde vor einem Jahr im Senegal gefasst und an Deutschland überstellt.

Die Al-Nusra-Front war der syrische Ableger des internationalen Terrornetzwerks Al-Kaida. Die Gruppierung ging später in einem breiteren Dschihadistenbündnis auf, das im syrischen Bürgerkrieg kämpfte. Die Organisation wird als ausländische Terrororganisation eingestuft. Ob es zu einem Prozess gegen die vier Männer kommt, entscheidet das Düsseldorfer OLG nach Prüfung der Anklageschrift.

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