Anklage gegen mutmaßliche IS-Unterstützerin aus Wesel erhoben

37-Jährige soll Geld an Mitglieder von Dschihadistenmiliz überwiesen haben

Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf hat eine mutmaßliche Unterstützerin der Dschihadistenmiliz IS angeklagt.

Wesel - Die 37-jährige türkische Staatsangehörige soll einem Familienangehörigen und dessen Ehefrau, die sich gemeinsam dem IS angeschlossen haben sollen, Geld überwiesen haben, wie die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Insgesamt soll sie den beiden 2200 Euro übermittelt haben.

Das Geld habe sie im Zeitraum von August 2018 bis Februar 2019 überwiesen. Von der Mitgliedschaft der beiden Geldempfänger in einer ausländischen terroristischen Vereinigung soll die Beschuldigte gewusst haben, wie die Staatsanwaltschaft erklärte. Durch die Überweisungen habe sie die Unterstützung der Dschihadistenmiliz zumindest billigend in Kauf genommen.

Die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung wird bei einer Verurteilung mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft. Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Oberlandesgericht Düsseldorf. Die beschuldigte 37-Jährige befindet sich auf freiem Fuß.

© 2021 AFP