Anklage fordert lebenslange Haft für Mutter von fünf getöteten Kindern aus Solingen

Staatsanwaltschaft will besondere Schwere der Schuld feststellen lassen

Im Prozess gegen die Mutter von fünf getöteten Kindern aus Solingen hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft gefordert. In ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Wuppertal beantragten die Anklagevertreter eine Verurteilung wegen Mordes aus Heimtücke.

Im Prozess gegen die Mutter von fünf getöteten Kindern aus Solingen hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe gefordert. In ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Wuppertal beantragten die Anklagevertreter am Dienstag eine Verurteilung wegen Mordes aus Heimtücke und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, was eine vorzeitige Haftentlassung weitestgehend ausschließen würde. Der Haftbefehl gegen die Angeklagte soll auf Antrag der Staatsanwaltschaft aufrecht erhalten werden.

Die Angeklagte Christiane K. soll ihre fünf jüngsten Kinder am 3. September 2020 in ihrer Wohnung erstickt beziehungsweise erwürgt haben. Laut Anklagevorwurf verabreichte sie ihren drei Töchtern und zwei Söhnen im Alter von eineinhalb bis achteinhalb Jahren verschiedene Medikamente und tötete sie dann in der Badewanne. Die toten Kinder soll die zur Tatzeit 27-Jährige in Handtücher gewickelt in ihre Betten gelegt haben. Ihr sechstes Kind, ein damals elfjähriger Junge, war nicht zu Hause und überlebte. Der Fall sorgte bundesweit für Entsetzen.

© 2021 AFP