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Angeklagter Terrorverdächtiger will wohl "weitermachen"

Brief in Haft verrät Pläne von Mutmaßlichem Bombenleger

Marco G. muss sich seit dem 8. September 2014 vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten.

Düsseldorf - Der mutmaßliche Urheber des Anschlagsversuchs auf dem Bonner Hauptbahnhof bekennt sich nach "Spiegel"-Informationen auch im Gefängnis weiter zum militanten Islamismus. In einem Brief aus der Untersuchungshaft habe der 27-jährige Marco G. einem Bekannten geschrieben, Allah habe "seinen Dienern den Dschihad zur Pflicht gemacht und ihnen die Herrschaft und Überlegenheit über das ungläubige Volk versprochen", berichtet das Magazin in seiner neuen Ausgabe. Der zum Islam konvertierte Deutsche G. und seine mutmaßlichen Komplizen wollten trotz ihrer Inhaftierung "weitermachen".

G. muss sich seit dem 8. September vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten. Er soll im Dezember 2012 auf dem Bonner Hauptbahnhof eine Sporttasche mit einer Rohrbombe abgestellt haben, die jedoch nicht explodierte - laut Anklage wegen eines Konstruktionsfehlers oder aber einer fragilen Zündvorrichtung. Gemeinsam mit drei weiteren Mitangeklagten soll G. zudem im März 2013 einen Mordanschlag auf den Vorsitzenden der islamfeindlichen Partei Pro NRW geplant haben.

(xity, AFP)


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