25.09.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Angeklagter legt Geständnis im Mordfall Franziska ab

Angeklagter legt Geständnis im Mordfall Franziska ab

Zwölfjährige aus Bayern vergewaltigt und erschlagen

Im Prozess um den Mord an der zwölfjährigen Franziska aus der oberbayerischen Gemeinde Möckenlohe hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt.

Ingolstadt - Der 27 Jahre alte Stefan B. räumte nach Angaben eines Gerichtssprechers vor dem Landgericht Ingolstadt ein, die Schülerin zunächst vergewaltigt und danach erschlagen zu haben. Nur in Details habe es bei der von der Verteidigung verlesenen Erklärung des Angeklagten Abweichungen zur Anklage gegeben.

B. bestätigte demnach mit eigenen Worten nur, dass die Erklärung seiner Verteidiger korrekt sei. Weitere Nachfragen wollte der Angeklagte nicht beantworten. Dem Geständnis zufolge hatte er das Mädchen vor einem Jahr auf dessen Heimweg mit dem Fahrrad aufgehalten und mit dem Auto zu einem Weiher gebracht. Dort vergewaltigte er sie dann und tötete sie schließlich.

Keine Angaben machte der Angeklagte zu zwei mitangeklagten weiteren Sexualdelikten. Er soll 2013 eine erwachsene Bekannte vergewaltigt haben und gut eine Woche vor dem Mord an Franziska ein 13-jähriges Mädchen massiv sexuell missbraucht haben. Die beiden mutmaßlichen Missbrauchsopfer sagten am Mittwoch als Zeuginnen aus, die 13-Jährige unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Der Fall hatte für große Empörung gesorgt, der Prozess findet unter besonders scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. B. war in Untersuchungshaft von einem Mitgefangenen verletzt worden, weshalb der Prozessbeginn von Januar auf Februar verschoben werden musste. Unmittelbar vor dem ersten Prozesstag vor zweieinhalb Wochen hatte es auch eine Drohung aus dem familiären Umfeld Franziskas gegen B. gegeben.

(xity, AFP)


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