Angehörige sollen bald bezahlte Pflegezeit nehmen können

Gesetzentwurf von Schwesig sieht Unterstützungsgeld vor

Union und SPD wollen Angehörigen von Pflegebedürftigen künftig eine zehntägige bezahlte Pflegezeit zubilligen.

Berlin - Das Unterstützungsgeld soll 70 Prozent des Bruttogehalts betragen, höchstens aber 90 Prozent des Nettogehalts, wie der "Kölner-Stadt-Anzeiger" berichtet. Der tägliche Höchstbetrag soll demnach bei 94,50 Euro pro Tag liegen. In der "Passauer Neuen Presse" war von zwei Dritteln des wegfallenden Einkommens die Rede. Die Kosten für das Unterstützungsgeld soll die Pflegeversicherung tragen.

Den Gesetzentwurf will Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) am Mittwoch ins Kabinett einbringen. Zudem soll es den Berichten zufolge für Arbeitnehmer in Betrieben mit mindestens 15 Beschäftigten für die Dauer von bis zu 24 Monaten einen Anspruch auf eine teilweise Freistellung von der Arbeit geben. Die verbleibende Mindestarbeitszeit soll 15 Stunden betragen. In diesen Fällen ist keine Lohnersatzleistung vorgesehen, Betroffene sollen aber einen Anspruch auf ein zinsloses Darlehen erhalten.

(xity, AFP)