20.10.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Angebot für wohnungslose Menschen in Düsseldorf

Angebot für wohnungslose Menschen in Düsseldorf

Stadt verstärkt Engagement im Winter

Düsseldorf verfügt in enger Koop­era­tion mit den Düsseldorfer Trägern der Wohnungslosenhilfe über ein umfangreiches Angebot für wohnungslose Menschen.

Düssledorf - Grundsätzlich stehen das ganze Jahr hindurch zielgruppenspezifische Notschlafstellen für den Tag und die Nacht zur Verfügung. Von dort aus werden die Menschen in reguläre Obdachlosenunterkünfte oder in Facheinrichtungen der Wohnungslosenhilfe vermittelt. Bei manchen Betroffenen gelingt es anschließend sogar, sie in einer eigenen Wohnung unterzubringen.

Angesichts der bevorstehenden kalten Jahreszeit haben Stadtdirektor und Sozialdezernent Burkhard Hintzsche, Beigeordneter Christian Zaum sowie die Amtsleiterin des Amtes für Migration und Integration, Miriam Koch, am Donnerstag, 10. Oktober 2019, auf die Aufenthalts- und Übernachtungsmöglichkeiten für obdachlose Menschen hingewiesen.

Hier die Übersicht über die bestehenden Angebote:

Notschlafstelle "Ariadne" für Frauen an der Querstraße 4

Notschlafstelle "Harkortstraße" für Männer, derzeit Markenstraße 21

Nachtunterkunft "Franziska-Schervier-Haus", K 13, für Männer

Notschlafstelle "Up Stairs" der Düsseldorfer Drogenhilfe für Frauen und Männer

"Knackpunkt", Grupellostraße 29, des SKFM, für Mädchen und junge Frauen

Darüber hinaus wurde eine weitere Unterbringungsmöglichkeit geschaffen, die als Ausweichquartier genutzt wird, wenn die regulären Übernachtungsmöglichkeiten nicht ausreichen:

Aldekerkstraße 21-23, Frauen, Männer, Paare

Trotz der ausgewiesenen Angebote gibt es etwa 200 obdachlose Menschen in Düsseldorf, die es aus unterschiedlichsten Gründen bevorzugen, unter freiem Himmel zu übernachten, anstatt sich ein festes "Dach über dem Kopf" zu suchen. Scham, Unwissenheit, Angst vor Behörden, Alkohol- und Drogensucht oder psychische Probleme sind oft Gründe, warum Angebote der Wohnungslosenhilfe bisher nicht angenommen wurden. Auch Vor­behalte gegen vorhandene Regeln in der Unterkunft, aber auch die freie Entscheidung für eine andere Lebensform, gehören dazu. Was in der warmen Jahreszeit kein Problem ist, kann bei Frost leicht zur töd­lichen Gefahr werden.

Zu den Menschen, die bevorzugen, unter freiem Himmel zu übernachten, zählen auch Frauen und Männer aus den EU-Mitgliedsstaaten, die das ganze Jahr über obdachlos beziehungsweise wohnungslos sind und schon länger in Düsseldorf leben. Diese Menschen sind meist aus dem bestehenden Hilfesystem wegen fehlender sozialrechtlicher Zuständigkeit, fehlender Leistungsansprüche und/oder wegen sprachlich-kultureller Hürden ausgeschlossen.

Die Winternothilfe, die vor Jahren mit Zelten am Unteren Rheinwerft begann, wird nun mit der humanitären Hilfe für EU-Bürger an einem Standort zusammengeführt. Wie bereits im Rahmen des Angebots in der Aldekerkstraße wird von der Rheinbahn ein Ticketkontingent zur Verfügung gestellt, um den Menschen den Zugang zu den Angeboten der Winternothilfe zu erleichtern. Diese Tickets werden von Streetworkern an die betroffenen Personen ausgegeben. Das Angebot der Winternofthilfe startet am Montag, 4. November 2019, am:

Vogelsanger Weg 49 für Frauen, Männer und Paare

"Shelter", Liefergasse 3

Café-Bistro in der Fachberatungsstelle "Horizont", Neusser Straße 37

"Café Pur", Harkortstraße 27

"Café Kola", Erkrather Straße 18

"Trebecafé", Kölner Straße 148


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