05.04.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Amthor will CDU-Landeschef in Mecklenburg-Vorpommern werden

Amthor will CDU-Landeschef in Mecklenburg-Vorpommern werden

Frage der Spitzenkandidatur 2021 bleibt zunächst offen

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor will Landesvorsitzender der CDU in Mecklenburg-Vorpommern werden. Das sagte ein Mitarbeiter Amthors am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor will Landesvorsitzender der CDU in Mecklenburg-Vorpommern werden. Das sagte ein Mitarbeiter Amthors am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Nach Ansicht Amthors braucht sein Landesverband nach dem überraschenden Rückzug des bisherigen Landeschefs Vincent Kokert "neuen Mut und eine Aufbruchstimmung". Deshalb habe er sich für die Kandidatur entschieden. Seine beiden Kreisverbände, die CDU Vorpommern-Greifswald und die CDU Mecklenburgische Seenplatte, hätten bereits ihre Unterstützung signalisiert.

Der 27-jährige Amthor ist seit 2017 der derzeit jüngste direkt gewählte Bundestagsabgeordnete und der zweitjüngste Abgeordnete überhaupt. Ob er bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im kommenden Jahr auch gegen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) antreten will, ließ der studierte Jurist in einem Gespräch mit dem "Nordkurier" offen. Diese Frage müsse angegangen werden, wenn der Parteivorsitz geklärt sei. Aber "selbstverständlich" habe der Landesvorsitzende auch das Recht, den Spitzenkandidaten vorzuschlagen.

Nach Angaben eines Sprechers des CDU-Landesverbandes wird der Parteivorstand Ende Februar über einen Termin für einen vorgezogenen Parteitag beraten, auf dem der neue Landesvorsitzende gewählt werden kann. Bislang ist der nächste reguläre Parteitag für Oktober vorgesehen. Amthor ist der erste offizielle Bewerber für Kokerts Nachfolge.

Der bis zuletzt als Hoffnungsträger der CDU in Mecklenburg-Vorpommern geltende bisherige Landeschef und Fraktionsvorsitzende hatte in der vergangenen Woche überraschend seinen Rückzug erklärt. Der 41-jährige Kokert will nach 18 Jahren aus Rücksicht auf seine Familie aus der Landespolitik aussteigen. Für die Nachfolge Kokerts als Fraktionschef im Landtag hat sich der bisherige Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Torsten Renz, beworben. Er war von Kokert für diesen Posten vorgeschlagen worden.

© 2020 AFP


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