16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Alleinerziehende und ihre Kinder überdurchschnittlich von Armut bedroht

Alleinerziehende und ihre Kinder überdurchschnittlich von Armut bedroht

Zwei Drittel können nicht unerwartete höhere Ausgaben stemmen

Alleinerziehende und ihre Kinder sind überdurchschnittlich häufig armutsgefährdet.

Berlin - "Finanziell stehen sie nach wie vor oftmals schlechter da als Menschen, die in anderen Familienformen leben", sagte der Präsident des Statistischen Bundesamts, Georg Thiel, am Donnerstag in Berlin. Die Armutsgefährdungsquote für Menschen in Alleinerziehendenhaushalten lag 2016 bei 33 Prozent, während sie im Bevölkerungsdurchschnitt 16 Prozent betrug.

Darüber hinaus hatten knapp zwei Drittel der Menschen in Alleinerziehendenhaushalten (63 Prozent) nicht die finanziellen Mittel, unerwartete Ausgaben von etwa tausend Euro zu bestreiten. Das sind mehr als doppelt so viele als im Bevölkerungsdurchschnitt, wo die Quote bei 30 Prozent liegt.

Im Jahr 2017 gab es in Deutschland anderthalb Millionen Familien mit einem alleinerziehenden Elternteil. Das waren 200.000 mehr als vor 20 Jahren. Damit hatte knapp jede fünfte Familie mit mindestens einem minderjährigen Kind im Jahr 2017 eine alleinerziehende Mutter oder einen alleinerziehenden Vater.

(xity, AFP)


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