16.07.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Akw-Stilllegung: Industrie will "verlässlichen Fahrplan"

Akw-Stilllegung: Industrie will "verlässlichen Fahrplan"

Mit Grafenrheinfeld erstmals seit 2011 Meiler vom Netz

Mit der Abschaltung des Reaktors Grafenrheinfeld in Nordbayern wird erstmals seit 2011 wieder ein Akw dauerhaft vom Netz genommen.

Berlin - Angesichts der Stilllegung eines weiteren deutschen Atommeilers am Wochenende verlangt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rasche Entscheidungen zur Energiewende. BDI-Präsident Ulrich Grillo sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die große Koalition müsse sich "sehr schnell" auf einen verlässlichen Fahrplan für die Energieversorgung einigen: "Diese Klarheit brauchen unsere Unternehmen noch vor der Sommerpause."

Mit der Abschaltung des Reaktors Grafenrheinfeld in Nordbayern wird erstmals seit 2011 wieder ein Akw dauerhaft vom Netz genommen. Damit beginnt Phase zwei des gestaffelten Rückzugs aus der Atomenergienutzung, in der bis 2022 die letzten verbliebenen Meiler stillgelegt werden sollen. In der ersten Phase waren - nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima - zunächst die sieben ältesten Akw und das Pannen-Kraftwerk Krümmel abgeschaltet worden.

Grillo sagte dazu, wenn ein Kraftwerk vom Netz gehe, werde es schwieriger, regional eine sichere Versorgung zu gewährleisten. Dazu komme der "überfällige Ausbau des Stromleitungsnetzes von Nord nach Süd". Er mahnte, Strom und Energie in Deutschland müssten "sicher, sauber und vor allem bezahlbar bleiben". Sonst würde die Produktion mit ihren Arbeitsplätzen schnell abwandern.

(xity, AFP)


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