Aktionswoche gegen häusliche Gewalt großer Erfolg

"Orange the World" Thema der Woche

„Die Aktionswoche ‚Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen‘ vom 22. bis 27. November 2021 im Kreis Soest war ein großer Erfolg

Soest - „Die Aktionswoche ‚Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen‘ vom 22. bis 27. November 2021 im Kreis Soest war ein großer Erfolg“, zieht Mitorganisatorin Britta Thulfaut von der Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit des Kreises Soest eine positive Bilanz. Neun Referenten verschiedener Anlaufstellen stellten rund 50 Teilnehmenden digital ihre Beratungsangebote vor. Außerdem griffen viele Schulen das Thema im Unterricht auf.
Maike Schöne, Leiterin des Frauenhauses Soest, brachte den Leitgedanken der Aktionswoche auf den Punkt: „Häusliche Gewalt ist keine private Angelegenheit, sondern ein gesellschaftliches Problem. Wir müssen alle hinschauen und handeln.“ Ziel der Aktionswoche war, insbesondere Fach- und Lehrkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, darin zu stärken, Situationen richtig einzuschätzen und Betroffenen dabei zu helfen, die richtigen Anlaufstellen zu finden. „Die Informationen hier sind so wertvoll. Eigentlich müsste jeder, der mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, hier sein, um später helfen zu können“, so eine teilnehmende Grundschullehrerin.

Neben Fachkräften können sich gleichermaßen auch Familienangehörige oder Freunde, die häusliche Gewalt mitbekommen oder befürchten, an die verschiedenen Beratungsstellen im Kreis Soest wenden. Eine Beratung ist auch anonym möglich. Eine Liste mit Anlaufstellen findet sich auf www.kreis-soest.de/aktiongegengewalt. Auf der Internetseite steht auch dauerhaft ein Methoden- und Materialpool für die Arbeit an Schulen zum Download bereit.

Viele Lehrkräfte und Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter im Kreis Soest waren dem Aufruf nach eigenen Aktionen gefolgt und nutzen hierfür die Materialien. Neben Gruppenarbeiten mit den Schülerinnen und Schülern zum Thema Kommunikation und Gewalt wurden vor allem fleißig orangene Hände ausgeschnitten, die im Zuge der landesweiten viralen Mitmachaktion in die Fenster der Schulen gehängt wurden. Die „Stop-Hände“ machten die aktive Unterstützung der Aktionswoche gegen Gewalt an Frauen und Kindern sichtbar.

Eine Schülergruppe aus Lippstadt besuchte am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen die Rathaus-Illumination und die Schaufensterausstellung des Zonta Clubs Lippstadt und unterstützte die bundesweite Online-Petition „Zonta says NO – Nein zu Gewalt gegen Frauen“ auf https://t1p.de/Zonta-Petition-2021.

Schulsozialarbeiterinnen machten mit orangen Brötchentüten am Kiosk einer Schule in Soest auf die Aktionswoche aufmerksam und ermutigten Schülerinnen und Schüler, ihre eigenen Erfahrungen in Form von Geschichten, Gedichten und Songs zu verarbeiten. In einer Werler Schule wurden durch die Schülervertretung orangefarbene geknüpfte Armbändchen und Schlüsselanhänger verteilt, um für das Thema zu sensibilisieren.

Den Abschluss der Aktionswoche bildete die Ausstellung „Gewalt hinterlässt Spuren“ des Kinderhilfswerks (UNICEF) in der Soester Innenstadt, die durch Vertreterinnen der Kooperationsrunde gegen häusliche Gewalt im Kreis Soest betreut wurde.

Neben den Beratungsstellen können sich betroffene Frauen jeden Alters auch an eine neu gegründete Selbsthilfegruppe in Soest wenden. Interessierte können sich bei Astrid Schlüter von der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Soest (KISS) per Telefon unter 02921/302162 melden oder eine E-Mail an astrid-britta.schlueter@kreis-soest.de schicken.