AfD laut Umfrage bundesweit bei zehn Prozent

SPD rutscht auf 22 Prozent ab

Die eurokritische AfD liegt nach ihren Erfolgen in den Ländern laut einer Forsa-Umfrage inzwischen auch bundesweit bei zehn Prozent.

Berlin - Im Vergleich zur Vorwoche verbesserte sich die Partei um drei Prozentpunkte, wie der Wahltrend des Magazins "Stern" und des Senders RTL ergab. Die AfD hatte bei den Landtagswahlen Ende August und Mitte September in Sachsen 9,7 Prozent erreicht, in Thüringen waren es 10,6 und in Brandenburg 12,2 Prozent.

Die SPD rutschte der Umfrage zufolge im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf 22 Prozent, die CDU/CSU legte einen Punkt zu auf 42 Prozent. Die Linken stagnierten demnach bei neun Prozent, jeweils einen Punkt verloren die Grünen (acht Prozent) und die FDP (zwei Prozent). Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen betrug demnach 28 Prozent, drei Punkte mehr als in der Vorwoche.

"Es sind vor allem frühere Anhänger der SPD, die unter dem Eindruck der katastrophalen Niederlage ihrer Partei in Thüringen ins Lager der Nichtwähler abgewandert sind", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem "Stern". Der Anstieg der AfD komme durch einen Mitläufer-Effekt zustande, der für Parteien nach Wahlerfolgen oft zu beobachten sei. Außerdem sammele sie zunehmend Stimmen vom rechten Rand, sagte Güllner.

Das Forsa-Institut befragte in der vergangenen Woche im Auftrag von "Stern" und RTL 2501 Bundesbürger.

(xity, AFP)