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AfD in Umfrage zur Bundestagswahl bei fünf Prozent

Politbarometer: Zweifel an langfristigem AfD-Erfolg

Nach ihrem Erfolg bei der Europawahl kann die AfD einer neuen Umfrage zufolge auch auf den Einzug in den Bundestag hoffen.

Berlin - Die euroskeptische Partei käme laut dem ZDF-Politbarometer aktuell auf fünf Prozent, wenn am Sonntag der Bundestag gewählt würde. Dies wäre ein Punkt mehr als im vorherigen Politbarometer.

An einem langfristigen AfD-Erfolg zweifeln dennoch die meisten Deutschen. Lediglich 25 Prozent rechnen damit, dass sich die Partei von Bernd Lucke langfristig etablieren kann. 60 Prozent zweifeln dies an, 15 Prozent haben keine Meinung.

Koalitionsüberlegungen zwischen Union und AfD stießen in der Umfrage auf breite Ablehnung. Lediglich zehn Prozent fänden solch eine Koalition auf Bundesebene gut, 62 Prozent fänden sie schlecht. Allerdings würden zwei Drittel der AfD-Anhänger (67 Prozent) ein derartiges Bündnis begrüßen. Die AfD war bei der Europawahl aus dem Stand auf sieben Prozent gekommen.

Die Zukunft der FDP beurteilen die meisten Befragten sehr skeptisch: Nach dem Abrutschen der Liberalen bei der Europawahl auf 3,4 Prozent glauben nur 25 Prozent der Befragten, dass die Partei sich erholt und bei der nächsten Bundestagswahl den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen wird. 71 Prozent erwarten hingegen ein Scheitern der FDP. Die FDP kommt im aktuellen Politbarometer nur auf drei Prozent, ein Punkt weniger als in der vorherigen Umfrage.

Auch die Union verliert einen Punkt und landet bei 39 Prozent, während die SPD einen Punkt auf 26 Prozent zulegen kann und die Grünen unverändert elf Prozent erreichen. Die Linke verliert einen Punkt auf neun Prozent.

Viel Gleichgültigkeit zeigen die Wahlberechtigten derweil in dem Streit, wer neuer EU-Kommissionspräsident wird. 40 Prozent der Befragten ist es laut Politbarometer egal, wer das Amt künftig ausfüllt. 35 Prozent fordern, dass einer der Spitzenkandidaten Kommissionspräsident wird, für 21 Prozent wäre auch eine Lösung mit einem anderen Kandidaten akzeptabel.

Für das Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 2. bis 4. Juni telefonisch 1215 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

(xity, AFP)


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