24.08.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> AfD-Vize Henkel will sich nicht bei Union anbiedern

AfD-Vize Henkel will sich nicht bei Union anbiedern

Zusammenarbeit wegen der Europolitik "undenkbar"

Der Vize-Parteichef der AfD, Hans-Olaf Henkel, hält eine Zusammenarbeit mit der Union vorerst für ausgeschlossen.

Berlin - Eine Zusammenarbeit sei "völlig undenkbar, solange die CDU/CSU an ihrer leichtsinnigen Eurorettungspolitik" festhalte, sagte Henkel der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Auf Länderebene und in den Kommunen entschieden das zwar die jeweiligen Gremien selbst - "aber ich rate davon ab, sich anzubiedern".

Das gute Abschneiden der AfD bei den Europawahlen hat in der Union eine Debatte über den Umgang mit der Euro-kritischen Partei ausgelöst. Vertreter des rechtskonservativen Flügels wie die Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach können sich eine Zusammenarbeit vorstellen, die CDU-Spitze lehnt solche Überlegungen ab.

AfD-Chef Bernd Lucke signalisierte dem Bericht der "Rheinischen Post" zufolge Gesprächsbereitschaft mit "allen demokratischen Parteien": "Wenn die zweite Reihe der CDU gegen die Dämonisierung der AfD durch Frau Merkel aufbegehrt, dann ist das ein erfreuliches Zeichen für die schon tot geglaubte innerparteiliche Debattenkultur in der Union."

Lucke hatte bereits am Tag nach der Europawahl den "politischen Gestaltungswillen" der AfD bekräftigt und vor allem die Bereitschaft zu Koalitionen auf Länderebene erklärt. Bei der Europawahl vor eineinhalb Wochen war die AfD in Deutschland aus dem Stand auf sieben Prozent gekommen.

(xity, AFP)


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