14.11.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> AfD-Vize betont Bedeutung des Rechtsaußen-"Flügels" in der Partei

AfD-Vize betont Bedeutung des Rechtsaußen-"Flügels" in der Partei

Pazderski: "Wir fordern nicht den Ausschluss" Höckes

AfD-Bundesvize Georg Pazderski hat ungeachtet des auch von ihm unterzeichneten Anti-Höcke-Appells die Bedeutung der Rechtsaußen-Gruppe "Flügel" betont.

Berlin - "Der Flügel kann eine ganz, ganz wichtige Rolle in der AfD spielen", sagte Pazderski am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Er "muss die Partei nach rechts abdichten". Am Mittwoch war ein Aufruf bekannt geworden, in dem rund hundert AfD-Funktionäre dem "Flügel"-Vorsitzenden Björn Höcke Spaltungstendenzen und "Personenkult" vorwerfen.

Höckes "Flügel" hat einen großen Einfluss in der AfD. Parteichef Alexander Gauland hatte Anfang des Jahres gesagt, die Gruppierung könne auf Parteitagen bis zu 40 Prozent der Delegierten hinter sich bringen.

Pazderskis sagte, die AfD werde nicht wegen der Person Höcke gewählt, "sondern weil sie eine bestimmte politische Linie vertritt". Den gegen Höcke gerichteten Aufruf begründete er damit, dass viele "etwas irritiert" gewesen seien über dessen öffentliche Kritik an der Parteispitze. Zugleich betonte Pazderski: "Wir fordern nicht den Parteiausschluss."

Höcke hatte am Samstag beim sogenannten Kyffhäuser-Treffens des "Flügels" die Bundesspitze scharf attackiert. Nach den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen werde er sich "mit großer Hingabe und mit großer Leidenschaft der Neuwahl des Bundesvorstands hingeben".

Er fügte hinzu: "Und ich kann euch garantieren, dass dieser Bundesvorstand in dieser Zusammensetzung nicht wiedergewählt wird". Zu Beginn des Treffen war Höcke flankiert von fahnenschwenkenden Anhängern in den Saal eingezogen.

Pazderski sagte, er erwarte von Höcke, "dass er eine ganz klare Linie nach rechts zieht". Der "Flügel" ist vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall eingestuft.

In Thüringen, Brandenburg und Sachsen stehen im Herbst Landtagswahlen an. Neben dem thüringischen Landeschef Höcke zählen auch die anderen beiden Spitzenkandidaten zum Rechtsaußen-Lager der AfD.

(xity, AFP)


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