07.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> AfD-Bundesvorstand duldet Luckes "Weckruf"-Verein

AfD-Bundesvorstand duldet Luckes "Weckruf"-Verein

Parteigründer verschafft sich Luft im Machtkampf

Im Machtkampf bei der AfD hat sich Parteigründer Bernd Lucke etwas Luft verschafft.

Berlin - Der Bundesvorstand beschloss, dass der von Lucke gegründete Verein "Weckruf 2015" nicht in einem Konkurrenzverhältnis zur AfD stehe, wie ein Parteisprecher mitteilte. Die Mitgliedschaft in Luckes Verein schließe somit eine gleichzeitige Mitgliedschaft in der Partei nicht aus. Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse einzelner Landesvorstände seien "hiermit unwirksam und werden ausdrücklich missbilligt", erklärte der Sprecher.

Einen solchen Beschluss hatte unter anderem der sächsische Landesverband gefasst, an dessen Spitze Luckes innerparteiliche Konkurrentin Frauke Petry steht. Unter Petrys Führung hatte der Landesverband vergangene Woche beschlossen, dass die Unterzeichner des "Weckrufes" nicht gleichzeitig Mitglied im Landesverband der AfD Sachsen sein könnten.

Der Beschluss des Bundesvorstands erfolgte den Angaben zufolge mehrheitlich, aber nicht einstimmig. In dem vergangene Woche vorgestellten Verein will Lucke seine Anhänger sammeln, um die zerstrittene AfD nach eigenen Angaben "zu retten". Lucke, der dem wirtschaftsliberalen Flügel der AfD angehört, will mit seiner Initiative einen Rechtsruck der AfD verhindern. Seine Rivalin Petry vom nationalkonservativen Flügel hatte ihm vorgeworfen, mit seiner Initiative eine "Partei in der Partei" zu schaffen.

Nach Parteiangaben wurde der "Weckruf" inzwischen von mehr als 2000 der über 20.000 Parteimitglieder unterzeichnet.

(xity, AFP)


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