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Ärzteschaft fordert Verbot von Alkoholwerbung

Ärztetag auch gegen E-Zigaretten für Minderjährige

Wenn es nach Ärzten geht, sollte Werbung für Alkohol verboten werden.

Düsseldorf - Die Ärzteschaft hat sich für ein Verbot der Alkoholwerbung sowie gegen die Abgabe sogenannter E-Zigaretten an Minderjährige ausgesprochen. Die Folgen von Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit seien ein erhebliches Problem, heißt es in einer Erklärung zum Abschluss des Deutschen Ärztetages in Düsseldorf. Analog zum Verbot der Tabakwerbung sei es "sinnvoll", einen ersten Schritt zur Einschränkung des Alkoholkonsums zu machen.

Durch Alkoholkonsum oder durch den kombinierten Konsum von Alkohol und Tabak sterben nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) jährlich rund 74.000 Menschen.

Der Ärztetag sprach sich darüber hinaus dafür aus, den Verkauf von elektrischen Zigaretten an Minderjährige zu verbieten und dies entsprechend im Jugendschutzgesetz zu verankern. Es gebe zunehmend Hinweise darauf, dass E-Zigaretten, die eine nikotinhaltige Flüssigkeit verdampfen, nicht unbedingt anstelle tabakhaltiger Zigaretten konsumiert würden, sondern zusätzlich dazu. Damit werde das Suchtverhalten stabilisiert, was besonders bei Jugendlichen nicht ungefährlich sei. erklärte der Ärztetag.

Auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hatte sich bereits für ein Verbot des Verkaufs von E-Zigaretten und sogenannten E-Shishas an Jugendliche ausgesprochen.

(xity, AFP)


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