14.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Änderung von Paternoster-Regeln auf den Weg gebracht

Änderung von Paternoster-Regeln auf den Weg gebracht

Neue Vorschriften sind umstritten

Eine neue Verordnung der Bundesregierung verbietet seit dem 1. Juni die öffentliche Nutzung der Paternoster nur noch Mitarbeiter sollen fahren dürfen, wenn sie unterwiesen sind.

Berlin - Die umstrittenen neuen Vorschriften für die Benutzung von Paternoster-Aufzügen könnten schon in einigen Monaten wieder gekippt werden. Eine Änderung der seit dem 1. Juni geltenden Regeln sei auf den Weg gebracht worden, sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums der Nachrichtenagentur AFP.

Sie bestätigte damit einen Bericht der Dortmunder "Ruhr-Nachrichten". Der Ausschluss von Behörden- und Firmenbesuchern von der Paternoster-Benutzung hatte Fans der altmodischen Aufzugtechnik empört.

Der neue Verordnungsentwurf sieht nach Angaben der Ministeriumssprecherin vor, dass die zuständigen Landesbehörden Ausnahmen von den Vorschriften erlassen können, sofern dies "sicherheitstechnisch vertretbar" ist und den "Schutz anderer Personen als Beschäftigter" gewährleisten. Der Entwurf sei über das Bundeskanzleramt bereits an die anderen Ressorts und die Länder verschickt worden.

Das weitere Verfahren bis zum Inkrafttreten solle "baldmöglichst" abgeschlossen werden, sagte die Sprecherin. Das Ministerium rechne damit grob bis Ende des Jahres. Es sei dann Sache der Länder, tatsächlich Ausnahmen zu beschließen.

Seit Juni dürfen Paternoster-Aufzüge aus Sicherheitsgründen nur noch von Menschen genutzt werden, die zuvor eine Einweisung erhalten haben. Dazu zählen etwa Beschäftigte in einem Bürohaus oder einer Behörde. Besucher hingegen dürfen sie nicht mehr betreten.

Daran entzündete sich heftige Kritik von Paternoster-Liebhabern. Auch Politiker wie FDP-Chef Christian Lindner und Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) meldeten sich kritisch zu Wort. Schon kurz vor Inkrafttreten kündigte das Arbeitsministerium eine Neuregelung an.

(xity, AFP)


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