15.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Adam Fischer in der Tonhalle

Adam Fischer in der Tonhalle

Gedenkkonzert für verfolgte Sinti und Roma

Als Dirigent ist Adam Fischer in den Opern- und Konzerthäusern der Welt, von Bayreuth über die Scala bis hin zur MET – am 3. Mai ist er mit Mozarts Requiem in Gedenken an die in der NS-Zeit verfolgten Sinti und Roma zu Gast in der Tonhalle.

Düsseldorf - 2007 übernahm Adam Fischer die künstlerische Leitung der Budapester Oper, die er aber nach nur zwei Jahren tief enttäuscht niederlegte: Die Einmischung der rechtskonservativen Regierung in den Musikbetrieb machten eine seriöse Arbeit unmöglich. Wenig später legte Fischer dem Europäischen Parlament eine Petition "An die Künstler in Europa und der ganzen Welt“ vor, in der er alle "freiheitsliebenden Künstler“ aufruft, dafür zu kämpfen, dass der in vielen Ländern der EU und insbesondere in Ungarn wiedererstarkte Rassismus nicht weiter an Boden gewinnt. Zugleich fordert er die Politik auf, die Freiheit der Medien, der Kunst und der Kulturschaffenden zu stärken.
In diesen Zusammenhängen ist es Fischers besonderes Anliegen, auf das Schicksal aufmerksam zu machen, das die Sinti und Roma in der NS-Zeit erleiden mussten. Das Sonderkonzert mit den Düsseldorfer Symphonikern, dem Chor des Städtischen Musikvereins und einem erlesenen Solistenquartett ist dem Gedenken an diese Bevölkerungsgruppe gewidmet.

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