Aachen ist bunt – und zeigt das auch

Regenbogenfahnen am Rathaus und Bezirksämtern

Aachen setzt ein starkes Zeichen für eine vielfältige, offene und tolerante Gesellschaft und die Gleichstellung aller Bürger*innen.

Aachen - Aachen setzt ein starkes Zeichen für eine vielfältige, offene und tolerante Gesellschaft und die Gleichstellung aller Bürger*innen und hisst rund um den historischen Christopher Street Day vom 21. Juni bis zum 5. Juli 2021 Regenbogenfahnen am Rathaus sowie den Bezirksämtern.

 „Aachen ist eine bunte Stadt, geprägt von Diversität. Allein die Lage im Herzen von Europa und die Universität, die viele junge Menschen verschiedenster Herkunft in die Stadt bringt, sorgen für Vielfalt. Diese Vielfalt leben wir und wollen dies auch offen zeigen“, sagt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. „Mir liegt vor allem an der Kommunikation – es ist wichtig im Dialog zu bleiben.“

Die Initiative ergriffen die Bezirksschüler*innenvertretung in der BildungsRegion Aachen bereits im letzten Jahr. Sie trugen im Bürgerforum verschiedene Anträge zur Umsetzung der Global Goals für nachhaltige Entwicklung vor, welche auch die Stadt Aachen aufforderte zum „Pride Month“ Solidarität zu zeigen und vor dem Rathaus die Regenbogenfahne zu hissen. Bürgermeisterin Hilde Scheidt übernahm die Schirmherrschaft und lobte die Initiative der Jugendlichen. Der Hauptausschuss beschloss in seiner Sitzung vom 9. Juni 2021, anlässlich des Pride Month dieses Zeichen der Solidarität zu setzen.

Bezirksschüler*innensprecher Nino-Pascal Bündgen ist dankbar, dass ihre Initiative Früchte trägt: „Wenn ich die Regenbogenflagge an einem städtischen Gebäude sehe, habe ich sofort ein Lächeln im Gesicht. So wird Solidarität auch nach außen sichtbar.“ Leider ist die Solidarität auch in der jüngeren Generation noch nicht völlig selbstverständlich. Bezirksschüler*innenvertreter Sebastian Schick sagt: „Solange das Wort ‚schwul‘ noch als Beleidigung über den Schulhof gebrüllt wird, bleiben diese Zeichen für Solidarität extrem wichtig. In den Schulen werden Menschen der queeren Community leider immer noch angefeindet.“

Gegen derartige Anfeindungen kämpft Andreas Sommer, Vorstand von Rainbow e.V. und Knutschfleck e.V, bereits seit über 20 Jahren. Er freut sich über Regenbogenfahne: "Nachdem in diesem und im letzten Jahr die Veranstaltungen zum Christopher Street Day abgesagt werden mussten, freuen wir uns, dass unsere Community in der Stadt sichtbar wird. Im nächsten Jahr wollen wir wieder mit 1500 Aachener*innen feiern.“ Dieses Jahr gibt es diese leider nur online. Aber die Oberbürgermeisterin hat ihre Teilnahme schon zugesagt.