Zu-Fuß-zur-Schule-Tag

30 Düsseldorfer Grundschulen machen mit

Carl-Sonnenschein-Schule, Graf-Recke-Straße 153, in Düsseltal gewinnt den Wettbewerb zum Internationalen Walk-to-School-Day

Düsseldorf - 30 Schulen haben in diesem Jahr - trotz erschwerter Bedingungen durch das Corona-Virus - am Zu-Fuß-zur-Schule Tag, dem internationalen "Walk-to-school-day", teilgenommen. Wettbewerbssieger mit einem Fußgängeranteil von 97,96 Prozent wurde die Katholische Grundschule Graf-Recke-Straße 153, Carl-Sonnenschein-Schule in Düsseltal. Die Schule darf sich über einen Preis von 1.000 Euro freuen. Auf dem zweiten Platz folgt die Gemeinschaftsgrundschule Urdenbach, Garather Straße 16, inklusive der Dependance an der Urdenbacher Allee mit 97,46 Prozent. Sie erhält 500 Euro Preisgeld. Den dritten Platz belegt die Katholische Grundschule Lohausen, Im Grund 78, mit 97,43 Prozent und erhält 250 Euro.

Das Amt für Verkehrsmanagement hatte alle Düsseldorfer Grundschulen aufgerufen, mitzumachen, um für das Thema zu werben. So will das Amt möglichst viele Schülerinnen und Schüler dazu bewegen, ihren Schulweg zu Fuß und nicht mit dem "Elterntaxi" zurückzulegen. Die Teilnehmer-Schulen mussten innerhalb der Internationalen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September zwei Zählungen vornehmen und so ermitteln, wie viele ihrer Schüler den Schulweg zu Fuß antreten. Unterstützt wurden sie durch die Polizei sowie die Verkehrswacht Düsseldorf. Diese führten eine dritte, unangekündigte Zählung bei den Schulen durch, die ebenfalls in die Bewertung einfloss. Die drei Schulen mit den prozentual zur Gesamtschülerzahl meisten Fußgängern, aber auch Fahrrad-, Roller- oder Bus- und Bahnfahrern erhielten jetzt attraktive Geldpreise vom Amt für Verkehrsmanagement, die zur Steigerung der Mobilität und Fitness ihrer Schüler eingesetzt werden sollen.

Das Amt für Verkehrsmanagement bietet diesen Wettbewerb seit vielen Jahren an, um gemeinsam mit den Düsseldorfer Grundschulen auf das Thema aufmerksam zu machen, da immer mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Zum einen, weil sie meinen, schneller zu sein und zum anderen, um ihr Kind vor möglichen Gefahren zu schützen. "In der Folge hat der Autoverkehr rund um die Schulen enorm zugenommen und damit auch die unmittelbare Gefahr durch Unfälle für die Schülerinnen und Schüler auf der Straße", erklärt der Dezernent für Mobilität Jochen Kral. "Das gut gemeinte Eltern-Taxi hat auch für die Kinder als Insassen Nachteile. Sie bewegen sich weniger und verpassen Gelegenheiten im Straßenverkehr aktiv zu sein. Den Kindern hilft es nur, Selbständigkeit zu trainieren und das Wissen um die Gefahren", erläutert er. Sein Appell an die Eltern und alle Autofahrer: "Rechnen sie überall und jederzeit auch mit Fehlern, die unsere Kinder im Straßenverkehr machen könnten - genau wie wir selbst als Erwachsene auch."

Um dem Wettbewerb Nachhaltigkeit zu verleihen, hat das Amt für Verkehrsmanagement einen Klassenwettbewerb in Form eines kleinen Büchleins kreiert. Damit können die Grundschulen einen sechswöchigen Wettbewerb unter allen Jahrgangsstufen oder jahrgangsstufenübergreifend unter allen Klassen ausrufen. Alle Grundschulen, die am Wettbewerb zum Zu-Fuß-zur-Schule-Tag teilnehmen, erhalten für alle ihre Schülerinnen und Schüler je ein Heftchen sowie zusätzlich ein reflektierendes Schlüsselband (Lanyard), das sie auch nach dem sechswöchigen Wettbewerb nutzen können; ein nützliches Accessoire für mehr Sichtbarkeit in der dunklen Jahreszeit.

Darüber hinaus hatte das Amt für Verkehrsmanagement zum Anfang des neuen Schuljahres alle Erstklässler mit Warnwesten ausgestattet. "Ich verspreche mir davon eine deutliche Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer", betont Florian Reeh, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement. "Durch die oft schlechten Sichtverhältnisse und aufgrund ihrer geringen Körpergröße sind Kinder für Autofahrer oft schwer zu erkennen. Zur Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer ist es daher wichtig, dass sie gerade bei Dunkelheit helle oder reflektierende Kleidung tragen und so schon aus großer Entfernung von Autofahrern zu erkennen sind."