20.09.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Zeitzeugengespräch mit Inge Auerbacher im Landtag

Zeitzeugengespräch mit Inge Auerbacher im Landtag

Rund Jugendliche trafen auf Holocaustüberlebende

Am Montag, 2. September 2019, lud der Landtag Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Antisemitismusbeauftragten Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu einem Gespräch mit einer Überlebenden des Holocaust.

Düsseldorf - Rund 100 Jugendliche des Suitbertus-Gymnasiums Düsseldorf, des Theodor-Fliedner-Gymnasiums Düsseldorf, des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Ratingen und des Heinrich-Heine-Gymnasiums Bottrop nahmen an dem Gespräch mit Inge Auerbacher aus New York teil. Die Jugendlichen Besucher erhielten im Rahmen der Veranstaltung am Montag die Möglichkeit, Fragen an Frau Auerbacher zu stellen.

Der Vorsitzende des Hauptausschusses des Landtags, Dr. Marcus Optendrenk, sagte zur Begrüßung: "Wir erinnern uns in diesen Tagen an den Beginn des Zweiten Weltkriegs am 2. September 1939. Und wir halten dabei besonders die Erinnerung wach an die Millionen Opfer, die der Holocaust gefordert hat. Das ist gerade heute wichtig, in einer Zeit, in der Antisemitismus wieder Mode zu werden droht, in der immer weniger Zeitzeugen von dem Grauen berichten können, dass sie erlebt haben, und in der einige Politikerinnen und Politiker versuchen, Grenzen der Sprache zu verschieben und unsere Verantwortung für die Geschichte klein zu reden. Wir bedanken uns, dass Sie heute aus Ihrem Leben erzählen werden, Frau Auerbacher. Bitte nehmen Sie mit: Wir werden niemals vergessen!"

Inge Auerbacher wurde 1934 in Kippenheim (Südbaden) geboren. Am 22. August 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert. 20 ihrer nächsten Verwandten starben, sie überlebte als einziges Kind aus Württemberg die Massenvernichtung. 1946 wanderte sie mit ihren Eltern in die USA aus. Als Folge der schlechten Lebensbedingungen in Theresienstadt litt sie an Tuberkulose und verpasste acht Schuljahre. Dennoch erhielt sie einen Bachelor of Science von der Queens University und arbeitete 38 Jahre als Chemikerin. Am 26. Januar 2019 hielt sie die Gedenkrede anlässlich des Internationalen Gedenktags an die Opfer des Holocausts vor den Vereinten Nationen. Sie hat mehrere Bücher verfasst, darunter das in mehrere Sprachen übersetzte „I am a Star“.


Zeitzeugengespräch mit Inge Auerbacher im Landtag
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