25.08.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Warnung vor steigender Ozonbelastung

Warnung vor steigender Ozonbelastung

Bestimmte Personengruppen gesundheitlich gefährdet

Das Umweltamt der Landeshauptstadt Düsseldorf warnt angesichts des warmen, sonnigen Wetters vor steigenden Ozonwerten.

Düsseldorf - Insbesondere bei konstanten Hochdruckwetterlagen können hohe Ozonwerte erreicht werden, die für bestimmte Personengruppen gefährlich sein können.

Kritische Wetterlagen
Kritisch wird es bei sogenannten "hochsommerlichen austauscharmen Hochdruckwetterlagen". Damit sind Zeiten gemeint, die sich durch klares und windstilles Wetter, gepaart mit hohen Temperaturen, auszeichnen. Tagsüber bauen sich dann Ozonkonzentrationen auf, die in den Abendstunden und nachts nur zum Teil wieder abgebaut werden. Infolgedessen reichert sich langsam Ozon an, sodass nach ein paar Tagen in den späten Nachmittagsstunden und am frühen Abend Ozonwerte oberhalb des Schwellenwertes von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter erreicht werden können. In NRW informiert das Landesumweltamt dann automatisch die Medien.

Gesundheitliche Wirkungen erhöhter Ozonwerte
Die durch Ozon ausgelösten Symptome reichen von Schleimhautreizungen, Atemwegsbeschwerden sowie Kopfschmerzen bis hin zur Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung gelten als besonders empfindliche Personengruppen, bei denen diese Symptome auftreten können. Dazu zählen Personen mit Freiluft-Arbeitsplätzen und Sportler, wie Radfahrer und Jogger, die aufgrund der körperlichen Aktivität über eine hohe Atemrate verfügen. Säuglinge und Kleinkinder nehmen durch ihr hohes Atemvolumen vergleichsweise höhere Ozonmengen auf und sind ebenfalls betroffen. Menschen, die unter chronischer Bronchitis oder Bronchialasthma leiden, zählen ebenfalls zur Risikogruppe.

Empfehlungen und Informationen
Sobald erhöhte Ozonwerte oberhalb 180 Mikrogramm pro Kubikmeter auftreten, wird den genannten Personengruppen vorsorglich empfohlen, Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Sportliche Ausdauerleistungen sollten auf die frühen Vormittagsstunden oder auf die Abendstunden verlegt werden. Dann sind die Ozonwerte niedriger.

Kippt die großräumige Wetterlage, wird es also kühler und regnerisch, sinken die Ozonwerte wieder. Die durch erhöhte Ozon-Konzentrationen ausgelösten körperlichen Symptome bilden sich dann zurück.

Was Sie zur Verringerung der Ozonbelastung tun können:

- Auf unnötige Autofahrten verzichten
- Fahrgemeinschaften bilden, damit weniger Autos unterwegs sind
- Falls das Auto benötigt wird, Geschwindigkeit und Drehzahl reduzieren.
- Lösemittelarme Lacke und Reinigungsmittel verwenden. Sie sind meist am Logo "Blauer Engel" zu erkennen.


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