Virtuelle Lesung im Heine-Institut Düsseldorf

Bestseller-Autor Steffen Kopetzky zu Gast

Der Bestseller-Autor Steffen Kopetzky ist am Donnerstag, 6. Mai 2021, 18:00 Uhr, virtuell zu Gast im Heinrich-Heine-Institut.

Düsseldorf - Er liest aus seinem neuen Roman "Monschau". Die Teilnahme an der digitalen Lesung ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist jedoch erforderlich und bis 12:00 Uhr des Vortages telefonisch unter der Rufnummer 0211-8995577 oder per E-Mail an lena.bauer@duesseldorf.de möglich. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten die Teilnehmenden eine Bestätigung und weitere Informationen.

Das Motiv auf dem Buchtitel
Hinter dem Motiv auf dem Buchtitel von "Monschau" verbirgt sich eine besondere Geschichte, die eine Verbindung zur Landeshauptstadt Düsseldorf aufweist. 1962 hat der New Yorker Fotograf Leonhard Freed die Aufnahme in Düsseldorf gemacht. Bei dem abgebildeten Liebespaar handelt es sich um Ruth Rubinstein, Ehrenvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, und Herbert Rubinstein, ehemaliger hauptamtlicher Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein. Fasziniert von der Fotgrafie wählte Steffen Kopetzky sie fast 50 Jahre später für die Gestaltung des Buchcovers aus.

Auch die Handlung in Kopetzkys neuem Roman ist real: Im Jahr 1962, als das nukleare Wettrüsten seinen Höhepunkt erreicht, als in Algier und Paris Bomben explodieren, bricht im Wirtschaftswunder-Deutschland der junge Mediziner Nikolaos Spyridakis in die Eifel auf. Im Kreis Monschau sind die Pocken ausgebrochen, hochansteckend und lebensgefährlich. Mitten im Karneval droht nun Stillstand, Quarantäne. Der Rither-Chef will die Fabrik um jeden Preis offenhalten, keine 20 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist man weltweit gut im Geschäft.

Ganz andere Pläne hegt Vera Rither: die Alleinerbin studiert in Paris, bewundert de Beauvoir und kehrt mit Jazzplatten und einer Schreibmaschine zurück nach Monschau. Dort begegnet sie Nikolaos, der als Betriebsarzt durch die tief verschneite Eifel zur Patientenvisite gefahren wird, vor Ansteckung geschützt durch einen Stahlarbeiteranzug. So unterschiedlich die beiden auch sind - der kretische Arzt, der als Kind die Gräuel der deutschen Besatzung miterlebt hat, und die schwerreiche Vollwaise - sie entdecken schnell, dass sie mehr verbindet als die Liebe zu Miles Davis.

Doch die Krankheitsfälle häufen sich. Steffen Kopetzky erzählt von einer Liebe im Ausnahmezustand, von einer Krise und dem Medienereignis der jungen Bundesrepublik und verwandelt ein Kapitel deutscher Geschichte in packende Literatur.