Vernissage im Maxhaus Düsseldorf

Ausstellung "Linolschnitte und Raumzeichnungen"

Am Samstag, 30. Oktober 2021, lädt das Maxhaus zur Vernissage der Ausstellung "Linolschnitte und Raumzeichnungen" der beiden Düsseldorfer Künstler Carl Hager und Jochen Saueracker ein.

Düsseldorf - Beide widmen sich auf jeweils eigenständige und eigenwillige Weise dem Thema der Bildhauerei. Insbesondere bei Jochen Saueracker mutet es ungewöhnlich an, da das fertig sichtbare Produkt ein Druck ist. Jedoch betont der Künstler den Aspekt des Schneidens und der Formgebung seiner Werke. Er legt die späteren Druckflächen aus dem Linoleum frei und geht dabei die an die Grenze dessen, was das Material zu leisten in der Lage ist. Anders als bei Holzschnitten, verzichtet er auf die Binnenästhetik, die die Struktur des Holzes mit sich bringt.

Sein forschender Blick fällt auf die Vielfalt der Formen. Saueracker arbeitet nach dem Prinzip der „verlorenen Platte“. Bei mehrfarbigen Drucken fertigt er nicht für jede einzelne Farbe einen eigenen Druckstock an, sondern druckt eine Farbe nach der anderen mit derselben Platte. An dieser arbeitet er so lange weiter, bis alle Farben gedruckt sind. Bei seinen Werken handelt es sich um Kleinstauflagen. Bei größeren Formaten sind es oft nur zwei bis drei Exemplare, die hier entstehen.

Carl Hager hingegen präsentiert in der Ausstellung unterschiedliche Objekte sowie kleinformatige Skulpturen. Der titelgebende Name „Raumzeichnungen“ leitet sich von seinen Drahtgeflechten her, die eine „Strichartigkeit“ im dreidimensionalen Raum erzeugen. Hagers Skulpturen bestehen aus Materialzusammenstellungen, die durch verblüffende Kombinationen anziehen und in Erstaunen versetzen. Oft handelt es sich dabei um alltägliche Materialien und Fundstücke wie Holz, Draht und Styropor.

Viele von ihnen sind in Bewegung zu versetzen, was ihren spielerischen Geist offenbart. Seinen Arbeiten kommen so eine gleichzeitige formale wie auch biegsame Strenge zu. Geschehnisse, die der Künstler in seinem Umfeld erlebt oder beobachtet, werden in eine unerwartet neue Stofflichkeit und Formensprache übersetzt, was dem Betrachter die Möglichkeit gibt, sich der alltäglichen und bisweilen auch langweiligen Realität von einer anderen Seite zu nähern.

Beide Künstler sind Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie. Jochen Saueracker ist Meisterschüler von Prof. Günther Uecker, Carl Hager von Prof. Alfonso Hüppi. Zahlreiche Ausstellungen führten sie durch ganz Deutschland und ins Ausland.