19.05.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Verhalten im Umgang mit aufgefundenen Wildtieren

Verhalten im Umgang mit aufgefundenen Wildtieren

Jungtiere sollten in Ruhe gelassen werden

Frühlingszeit bedeutet in der Tierwelt auch Nachwuchszeit: Derzeit sind viele Wildtiere mit ihren Jungtieren unterwegs.

Düsseldorf - Oft wirkt es aber so, als seien die kleinen Nachkömmlinge allein gelassen und benötigten Hilfe. Doch das ist selten der Fall. Das Amt für Verbraucherschutz gibt Hinweise zum korrekten Umgang mit allein aufgefundenen Wildtieren.

Alleine aufgefundene Wildtiere sind nicht zwangsläufig verletzt oder krank. Bei unverletzt aufgefundenen Jungtieren gilt immer: Hände weg und zügig weitergehen, damit die tierischen Eltern sich schnell wieder um die Versorgung ihrer Schützlinge kümmern können. Es ist in der Natur völlig normal, dass Elterntiere ihre Jungen kurzzeitig allein zurücklassen - beispielsweise um Nahrung zu beschaffen. Jungtiere bleiben dann nicht selten dicht an den Boden gedrückt liegen, bis die Eltern zurückkehren. Junge, oft schon weitgehend befiederte Vögel wiederum geben ihren Eltern ihre Position durch lautstarkes Rufen kund. Auch diese Jungvögel brauchen trotz vermeintlicher "Hilfeschreie" keine Unterstützung.

"Hilfe durch den Menschen ist nur dann gerechtfertigt, wenn junge Wildtiere offensichtlich verletzt aufgefunden werden. Keinesfalls sollte man die Tiere unüberlegt mit nach Hause nehmen", mahnt Klaus Meyer, Leiter des Amtes für Verbraucherschutz. "Die meisten Tiere haben hohe Ansprüche an ihre Umwelt, Haltungsbedingungen und Ernährung, die in unkundiger Hand nicht zu erreichen sind. Ohne die notwendigen Fachkenntnisse schaden vermeintliche 'Retter' den Tieren daher eher."


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