Verbraucherstimmung erholt sich mit Blick auf Weihnachten weiter

Barometer bleibt aber im Mehrjahresvergleich auf niedrigem Niveau

Die Konsumstimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher erhöht sich im Dezember mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft.

Berlin - Wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag mitteilte, legt das Konsumbarometer im letzten Monat des Jahres auf 87,8 Punkte zu, nach 85,21 Punkten im November. Zuvor war die Verbraucherstimmung im Oktober wegen der hohen Lebenshaltungskosten auf ein Allzeitief gerutscht - nun lässt die Zurückhaltung zum Weihnachtsgeschäft nach.

Wie der HDE weiter mitteilte, bleibt der errechnete Index aber im Mehrjahresvergleich auf einem niedrigen Niveau. Auch die Anschaffungsneigung, die zum zweiten Mal in Folge auf nun 74,48 Punkte ansteigt, befinde sich weiterhin auf einem "niedrigen Niveau", wie der HDE mitteilte. Trotz allem könne das "einen positiven Effekt auf das Weihnachtsgeschäft und die Entwicklung des privaten Konsums in den nächsten Monaten haben".

Auch die Konjunkturerwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher verbessern sich weiter. Da die Prognosen zur Konjunktur darauf hindeuten, dass der gesamtwirtschaftliche Einbruch "nicht so stark ausfallen wird" wie erwartet, blicken die Menschen folglich auch optimistischer auf die Entwicklung des eigenen Einkommens, wie der HDE erklärte: Die Einkommenserwartungen steigen erneut. Das hat auch mit dem stabilen Arbeitsmarkt und der Annahme zu tun, dass die Inflation zunächst nicht noch weiter steigt.

Die erneute Aufhellung der Verbraucherstimmung zum Ende des Jahres könnte "der Beginn eines länger anhaltenden Aufwärtstrends sein", prognostizierte der HDE. Ob sich im privaten Konsum Impuls auch über das Weihnachtsgeschäft hinaus ergeben, hänge nun aber von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Umsetzung von Entlastungen, etwa der Energiepreisbremsen, ab.

Das Konsumbarometer des HDE bildet die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten ab, nicht das aktuelle Verhalten. Befragt werden regelmäßig 1600 Menschen unter anderem zu den Faktoren Anschaffungsneigung, Sparneigung und finanzielle Situation.

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