Stiftung Patientenschutz wendet sich gegen Aus der Gratis-Bürgertests

Brysch wendet sich gegen Vorschlag aus Ärzteorganisationen

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz wendet sich gegen eine Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests.

Berlin - "Nur Ignoranten können heute die Einstellung der Bürgertests fordern", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. "Denn der Blick für die Realität braucht Fakten." Dazu gehörten weiterhin hohe Inzidenzen, "eine exorbitante Positivquote bei den PCR-Tests und eine erschreckend hohe Anzahl von Toten".

"Bürgertests sind oft die Einflugschneise für eine faktenbasierte Pandemiebekämpfung", sagte Brysch weiter. "Beim Wegfall der kostenlosen Testmöglichkeiten wird die Vorfeldbeobachtung in der Pandemie abgeschaltet." Auch weil die aktuellen Impfstoffe nicht umfassend gegen die Omikron-Variante schützten, sei eine solche Forderung "absurd".

Zuvor hatten sich Vertreter von Ärzteorganisationen für ein Ende der anlasslosen Bürgertests ausgesprochen. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sagte der "Ärzte Zeitung" vom Freitag, alternativ sollten die verlässlichen PCR-Tests vollumfänglich gefördert werden. Unterstützung für diesen Vorschlag kam von den Amtsärzten und Labormedizinern.

Die Bürgertests für alle sind derzeit noch bis Ende Juni kostenfrei. Das Bundesgesundheitsministerium will prüfen, ob dies beibehalten wird oder ausläuft.

(xity, AFP)