09.07.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> So soll der Blaugrüne Ring aussehen

So soll der Blaugrüne Ring aussehen

Preisträger des Wettbewerbs ausgezeichnet

In einer zweitägigen Jurysitzung wurden die Konzepte der verbliebenen 16 Arbeiten des Wettbewerbs zum Blaugrünen Ring eingehend geprüft.

Düsseldorf - Zum Sieger wurde der Entwurf des Teams Raumwerk GmbH, Frankfurt a. M., mit Seehof Gesellschaft für Kunst im urbanen Raum, Frankfurt a. M., gekürt. Ihr Konzept "Flow" basiert auf der Grundidee, mit dem Thema Wasser die unterschiedlichen Teilräume des Blaugrünen Rings miteinander zu vernetzen und den räumlichen und gestalterischen Zusammenhang erlebbar zu machen.

Oberbürgermeister Thomas Geisel zeichnete die Sieger und weitere Preisträger am Montag, 16. Dezember 2019, im Kunstpalast aus. Gleichzeitig erfolgte die Eröffnung der Ausstellung der 16 Arbeiten aus der zweiten Phase mit dem jeweiligen Votum der Jury. Die Ausstellung kann im zweiten Obergeschoss des Kunstpalastes vom 17. Dezember 2019 bis 5. Januar 2020 besucht werden.

Mit dem Wettbewerb zum Blaugrünen Ring hat sich die Landeshauptstadt Düsseldorf auf die Suche nach einem richtungsweisenden Konzept mit Blick in die Zukunft für die Düsseldorfer Innenstadt begeben. Die Stadt möchte mit dem Projekt den Freiraum und die Kunst- und Kultureinrichtungen der Landeshauptstadt Düsseldorf zu einer erleb- und wahrnehmbaren Stadtlandschaft verbinden. Auf Initiative des Oberbürgermeisters Thomas Geisel lobte die Stadt den internationalen Wettbewerb für Stadtplaner, Landschaftsarchitekten, Architekten und Künstler aus.

60 Teilnehmer sind Ende 2018 in den Wettbewerb gestartet. 16 Teams wurden für die zweite Wettbewerbsphase ausgewählt und haben im Oktober 2019 ihre finalen Konzepte eingereicht. Die Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger wurden intensiv am Wettbewerbsverfahren beteiligt. So konnten sie ab dem Sommer 2018 bis jetzt in mehreren Ausstellungen, Stadtrundgängen, Interviews und einem Symposium ihre Anregungen einbringen. Zuletzt waren die Arbeiten der Phase 2 sowohl online als auch im Kunstpalast ausgestellt. Die eingegangenen Anregungen zu den Wettbewerbsarbeiten sind in die Preisgerichtssitzung eingeflossen. Zudem begleiteten drei Bürgervertreter das Verfahren als Berater des Preisgerichts.

In einer zweitägigen Sitzung am 11. und 12. Dezember 2019 hat das Preisgericht unter Vorsitz des Stadtplaners Uli Hellweg die Preisträger ermittelt. Die mit Preisen und Anerkennungen ausgezeichneten Arbeiten bilden die Grundlage für den weiteren Planungsprozess bis zur Umsetzung.

Im Siegerentwurf "Flow" sollen zugleich Schwerpunkträume identifiziert, deren besondere Qualitäten herausgestellt, verstärkt und durch  gestalterische Maßnahmen aufgewertet werden. Das Mobilitätskonzept sieht vor, dass der Kfz-Verkehr weitestgehend aus dem Blaugrünen Ring herausgehalten wird. Insgesamt bietet der Entwurf eine äußerst robuste Grundstruktur, die den Rahmen für eine langfristige qualitätsvolle Entwicklung schafft und eine schrittweise Realisierung ermöglicht.

Weitere Auszeichnungen für die Plätze 2 und 3
Den 2. Preis erhielt das Team Manfred Kerler (mk landschaft), München. Die  tragende Idee des zweiten Preisträgers ist es, mit dem Ziel einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Stadtentwicklung die Mobilitätswende voranzutreiben. Hierbei steht die Begrünung der zukünftig verkehrsfreien Oberkasseler Brücke als Symbol für ein gesellschaftliches und verkehrspolitisches Umdenken vor dem Hintergrund des Klimawandels im Vordergrund.

Mit dem 3. Preis wurde das Team Prof. Fritschi, Prof. Stahl, Düsseldorf, ausgezeichnet. Die Verfasser der Arbeit "Allee-Allez!" machen den Titel zum Programm: durch  ein System von neu geschaffenen Alleen wird der Blaugrüne Ring fußläufig erlebbar. Durch die Wegnahme von Fahrspuren wird der Verkehr reduziert und neuer Raum für Fußgänger und Radfahrer geschaffen sowie eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität erreicht.


Copyright 2019 © Xity Online GmbH