18.10.2017 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Para-Europameisterschaft im Zeichen der Borussia

Para-Europameisterschaft im Zeichen der Borussia

Team-Titel für Schmidberger, Grebe und Despineux

Borussia Düsseldorfs Behindertensportler haben auch im Team-Wettbewerb der Para-Europameisterschaft ihren Stempel aufgedrückt.

Düsseldorf - In Slowenien gewannen heute mit Thomas Schmidberger, Stephanie Grebe und Ben Despineux gleich drei Spieler der Borussia den Europameistertitel. Zudem holten Valentin Baus mit Silber und Sandra Mikolaschek mit Bronze zwei weitere Akteure des Rekordmeisters Edelmetall. Zusammen mit den beiden Einzel-Medaillen sind es insgesamt herausragende sieben Medaillen, darunter vier goldene, die die Spieler von Borussia Düsseldorf bei diesen kontinentalen Titelkämpfen erspielten.

Rollstuhl-Bundesligaspieler Thomas Schmidberger ist mit zwei Europameistertiteln der erfolgreichste Spieler des Turniers. Auch Teamkameradin Sandra Mikolaschek wurde mit zwei Medaillen dekoriert. Sie gewann Silber im Einzel und Bronze im Team.

Schmidberger verteidigte in der Teamkonkurrenz mit Thomas Brüchle eindrucksvoll den Titel, den die beiden Tischtennisspieler seit 2011 abonniert haben und nun zum vierten Mal in Folge den Kontrahenten das Nachsehen gaben. Selbst im Finale gegen die hinter den Deutschen an Position zwei gesetzten Ukrainer ließen der Düsseldorfer und der Kornwestheimer nichts anbrennen und triumphierten sicher mit 2:0.

Ebenso wie Schmidberger stand auch Ben Despineux nach 2015 erneut ganz oben auf dem Treppchen. Der für die Borussia spielende Belgier war zusammen mit Landsmann Laurens Devos gegen das italienische Duo Mohamed Kalem und Samuel de Chiara bei den stehend Behinderten erfolgreich.  

Den größten Erfolg ihrer Karriere feierte mit dem Triumph hingegen Stephanie Grebe. Die 30-Jährige hatte bislang in der Mannschaft je einmal Silber und Bronze geholt, den Medaillensatz nun mit Gold komplett gemacht. Als Nummer drei der Setzliste bezwang sie mit ihrer Partnerin Juliane Wolf (Eisenhüttenstadt) im Endspiel das favorisierte Duo aus Frankreich mit 2:0.

Nicht ganz zu Gold reichte es für Rollstuhl-Bundesligaspieler Valentin Baus, der mit Jan Gürtler (Bayreuth) ungeschlagen in das Finale eingezogen war, dort aber dem französischen Team knapp mit 1:2 unterlag. Auch der 21 Jahre alte Weltranglistendritte komplettierte wie Grebe seine Medaillensammlung. Nach Team-Gold in 2015 und Bronze in 2013 gab es nun EM-Silber.

Für die junge Sandra Mikolaschek wurden diese Europameisterschaften zu den erfolgreichsten in ihrer Karriere. Einmal hatte die Rollstuhl-Bundesligaspielerin bislang das Podest erklimmen können (2013, Einzel-Silber), nun holte sie gleich zwei Medaillen. Zunächst wiederholte sie ihren Einzel-Erfolg von 2013 mit Platz 2, bevor sie nun erstmals auch im Mannschaftswettbewerb erfolgreich war. Im alles entscheidenden Spiel um Bronze blieben die Borussin und Lisa Hentig (Winterscheid) nervenstark und siegten mit 2:0.

Yannik Rüddenklau blieb als einziger Borusse ohne Edelmetall im slowenischen Lasko. Doch auch der 20-Jährige spielte ein großartiges Turnier und war nicht weit vom Gewinn einer Medaille entfernt.


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