Noch vereinzelte Brandherde im Grunewald - Bahnverkehr soll bald wieder rollen

Einsatzkräfte bemühen sich um Kühlung des Sprengplatzes am Rand von Berlin

Vom Großbrand im Berliner Grunewald sind gut zwei Tage nach dem Ausbruch nur noch kleinere Reste übrig.

Es gebe "im Bodenbereich" noch vereinzelte Brandstellen, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr am Samstag auf Anfrage. Im Fokus der Einsatzkräfte stehe der Sprengplatz der Polizei im Wald, wo das Feuer begonnen hatte. Wenn dieses Gebiet "verlässlich gekühlt" werden könne, sei eine Aufhebung der Sperrung für den Bahnverkehr möglich.

Vorerst gilt demnach noch ein Sperrkreis von 1000 Metern rund um den Sprengplatz. In der Nacht zum Donnerstag war es dort aus ungeklärter Ursache zu Explosionen gekommen, die den Brand auslösten. Das Feuer umfasste zwischenzeitlich ein Gebiet von etwa 50 Hektar. Auf dem Sprengplatz werden Weltkriegsbomben und beschlagnahmte Feuerwerkskörper gelagert - die Explosionsgefahr erschwerte die Löscharbeiten enorm.

Die nahegelegene Autobahn Avus wurde gesperrt, auch der Nah- und Fernverkehr der Bahn ist in diesem Bereich unterbrochen. Der Feuerwehrsprecher äußerte die Hoffnung, dass die Bahnverbindung, die nur knapp im Sperrkreis liegt, bald wieder freigegeben werden könne.

In der Nacht zum Samstag gab es laut Feuerwehr keine neuen Explosionen auf dem Sprengplatz. Dort seien weiterhin Roboter und Drohnen im Einsatz; ein Löschpanzer unterstütze von außen.

© 2022 AFP