17.02.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Neues Ballettprogramm im Theater Duisburg

Neues Ballettprogramm im Theater Duisburg

b.38 mit zwei Uraufführungen im Gepäck

Zwei Uraufführungen und ein Meilenstein der jüngeren Tanzgeschichte definieren das Programm des Balletts am Rhein, das am 9. Februar 2019 im Theater Duisburg Premiere hat.

Duisburg - Till Eulenspiegel stand Pate für Martin Schläpfers Neukreation „Ulenspiegeltänze“, musikalisch inspiriert hat ihn dazu Sergej Prokofjews 7. Sinfonie. Remus Şucheană hat für die Compagnie „Sinfonie Nr. 1“ zur gleichnamigen Komposition von Sergej Rachmaninow kreiert und zeichnet darin Szenen und Schicksale aus dem Umfeld kriegerischer Auseinandersetzungen. Im Zentrum des Programms steht mit  William Forsythes „One Flat Thing, reproduced“ als bewusster Kontrast ein Stück mit einer streng mathematischen Raumstruktur, die mit tänzerischen Mitteln erkundet wird. 

Die musikalische Gestaltung der beiden Ballett-Uraufführungen übernehmen die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Kapellmeister Wen-Pin Chien. Einen ersten Blick auf Martin Schläpfers neues Stück bietet die Ballettwerkstatt am Montag, 4. Februar, um 18.00 Uhr bei freiem Eintritt im Theater Duisburg. Dort stellen vor einer öffentlichen „Ulenspiegeltänze“-Probe Martin Schläpfer, Remus Şucheană und weitere beteiligte Künstler in einem Podiumsgespräch den neuen Ballettabend vor.

Zum ersten Mal sind im Programm b.38 beide Direktoren des Balletts am Rhein mit Uraufführungen zu erleben. Die als „Jugendsinfonie“ bezeichnete frühe Komposition Rachmaninows nimmt Remus Şucheană zur Basis für sein Stück „Sinfonie Nr. 1“, in dem er von Schicksalen am Rande des Krieges erzählt. Scheinheiligkeit und Sarkasmus, Schelmisches, aber auch närrisch Anklagendes hat Martin Schläpfer in Sergej Prokofjews Sinfonie Nr. 7 entdeckt und dazu ein Ballett geschaffen, in dem Suchende und Narren sich vielfach begegnen und ihre Zuschauer mit tänzerischer Leichtigkeit an der Nase herumführen.

Mit „One Flat Thing, reproduced“ zeigt das Ballett am Rhein ein faszinierendes Stück des großen US-amerikanischen Tanzerneuerers William Forsythe aus dem Jahr 2000: Vierzehn Tänzerinnen und Tänzer bewegen sich in teils rasantem Tempo und ständig wechselnden Konstellationen durch ein präzise abgestecktes Feld aus fünf Tischreihen. Getaucht in eine Klang-Geräusch-Kulisse des Komponisten Thom Willems wirbeln sie in schier endlosen Variationen zwischen, auf, über und unter den Tischen, springend, drehend, rutschend, sich gegenseitig hebend und schiebend.


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