Mönchengladbach auf der EXPO REAL 2022

Konsequent in Nachhaltigkeit und Klimaneutralität

Mönchengladbachs Blick bei der internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen EXPO REAL geht bestens begründet optimistisch nach vorne.

Mönchengladbach - Aufbruchstimmung in schwierigen Zeiten zu wecken, ist kein leichtes Unterfangen. Doch Mönchengladbachs Blick bei der internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen EXPO REAL geht bestens begründet optimistisch nach vorne. Themen vom 4. bis 6. Oktober in München sind – neben spannenden, klimafreundlichen Neubauvorhaben etwa im Nordpark – unter anderem das nachhaltige Gewerbeflächenkonzept sowie Entwicklungen am Innovationsflughafen MGL.
Mit einem starken Zuwachs an Ausstellern (um mehr als 50 Prozent gegenüber 2021) und Besuchern nähert sich Europas größte Fachmesse für Immobilien und Investitionen langsam wieder dem Niveau von vor Beginn der Corona-Pandemie. „Die Zurückhaltung hinsichtlich einer Teilnahme, die wir auch bei unseren Partner-Unternehmen verständlicherweise im Frühjahr bei der Mipim noch verspürten, hat sich gelegt“, sagt Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH und der EWMG – Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach mbH. „Auch wenn die Stimmung in der Branche aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um Inflation, Baukostensteigerungen und Ukrainekrieg natürlich eingetrübt ist, so ehrlich muss man sein.“

Mit Bienen + Partner, der Dornieden Gruppe, Dr. Schrammen Architekten, Jakob Durst, Famos Immobilien, Otten Architekten, der Stadtsparkasse Mönchengladbach sowie erstmals der Oberdörfer Meurer Planungsgesellschaft können WFMG, EWMG und Stadt Mönchengladbach wieder zahlreiche Standpartner um sich scharen. Zentrale Neuerung bei der Messepräsenz ist die erstmals zweistöckige Gestaltung des von den Mönchengladbacher Ausstellern mit genutzten Gemeinschaftsstands der Standort Niederrhein GmbH. Dieser liegt bewährt lagegünstig in direkter Nachbarschaft zur NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf, zu Köln, zum Ruhrgebiet sowie zu den Niederlanden. „Die Besprechungslounges im Obergeschoss des Standes ermöglichen es, in Verbindung mit dem bewussten Verzicht auf ein Bühnenprogramm, Austausch und Gespräche mit Investoren, Kunden und Interessenten noch zielgerichteter zu terminieren und durchzuführen“, sagt Schückhaus.

Und dazu gibt es reichlich Anlass – trotz oder gerade wegen der aktuellen Herausforderungen in der Immobilienbranche und weit darüber hinaus. Neben großen Stadtentwicklungs-projekten wie Seestadt mg+, Maria-Hilf-Terrassen und REME-Gelände stehen weitere Themen mit erheblichem Potential für Mönchengladbach im Fokus, etwa das neue Bahnhofsgebäude in Rheydt, für das die EWMG verantwortlich zeichnet. Hier entsteht ein modernes, multifunktionales und nachhaltiges Ensemble mit teilweise begrünter Fassade und großzügigen Glaselementen. Auch von privaten Investoren initiierte Vorhaben geben mit einer starken Fokussierung auf Energieeffizienz und Klimaneutralität die Marschrichtung für zukünftige Entwicklungen vor, beispielsweise im Nordpark. Im Fokus stehen auch die gewerblichen Entwicklungen am Flughafen MGL, der konsequent zu einem Innovations-Airport entwickelt wird und sich ebenfalls auf den Weg in Richtung Klimaneutralität gemacht hat. „Die Energie- und Mobilitätswende beginnt vor Ort. Das gilt nicht zuletzt für neue Quartiersentwicklungen wie die Maria-Hilf-Terrassen“, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs. „Dort entsteht ein nachhaltiges, grünes, urbanes Quartier mit einem innovativen Mobilitätskonzept und einer eigenen Wärmeversorgung.“

Angesichts knapper Flächen einerseits und des wachsenden Bedarfs nach Reshoring, verkürzten Lieferketten und der Wiederaufnahme heimischer Produktion andererseits setzt Mönchengladbach außerdem auf eine nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung. Über den Sommer waren Unternehmen aus der Stadt dazu aufgerufen, sich über eine Online-Umfrage an den Vorarbeiten zum Nachhaltigen Gewerbeflächenkonzept (NGFK) zu beteiligen. „Wir wollen auch in Zukunft ein quantitativ wie qualitativ attraktives Angebot an Gewerbeflächen sicherstellen und dafür sorgen, dass Flächen nachhaltig in Anspruch genommen und bebaut werden“, sagt Schückhaus. Des Weiteren arbeite die WFMG an der Konzeptionierung eines neuen, nachhaltigen Gewerbegebiets, da neue Flächen dringend benötigt würden.

Insbesondere mit den zuletzt getätigten Flächenzukäufen im Nordpark, aber auch mit verbleibenden attraktiven Brachflächen in zentraler Lage – etwa dem Schotterparkplatz an der Rheydter Straße – bietet Mönchengladbach vor diesem Hintergrund beste Voraussetzungen für zahlreiche weitere nachhaltige, energieeffiziente, klimaneutrale und innovative Neubauvorhaben im gewerblichen Bereich, ebenso wie bei Quartiersentwicklungen und Wohnungsbauprojekten.