18.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Möglicherweise Zusammenhang zwischen Päckchen in Berlin und DHL-Erpressung

Möglicherweise Zusammenhang zwischen Päckchen in Berlin und DHL-Erpressung

Sendung mit zündfähigem Material ging in Bank in Steglitz ein

Im Fall des bei einer Bank in Berlin eingegangenen Päckchens mit einer Zündvorrichtung schließen die Behörden einen Zusammenhang mit der Potsdamer DHL-Erpressung nicht aus.

Berlin - Die Ermittlungen seien daher an die brandenburgische Polizei übergeben worden, teilte die Polizei am Samstag in Berlin mit. In Potsdam war am 1. Dezember ein Paket mit einer Explosionsvorrichtung in einer Apotheke am Weihnachtsmarkt abgegeben worden.

Bei dem neuen Fall handelt es sich laut Polizei ebenfalls um ein Päckchen mit einem Zünder, das an eine Bankfiliale im Bezirk Steglitz geliefert wurde. Medienberichten zufolge befand sich in dem Umschlag Schwarzpulver, das vermutlich aus Feuerwerkskörpern stammte. Allerdings wurde diese Sendung demnach nicht über den Paket-Dienstleister DHL angeliefert, der in dem Potsdamer Fall offensichtlich Opfer eines Erpressungsversuchs war.

Dem Paket in Potsdam war ein über einen sogenannten QR-Code verschlüsselter Erpresserbrief angeheftet gewesen. Dabei ging es nach den damaligen Angaben der Ermittler um eine Geldforderung in Millionenhöhe. Damals war auch in Frankfurt/Oder eine verdächtige Sendung eingegangen.

Zur Gefährlichkeit des Berliner Päckchens sagte ein Polizeisprecher dem Sender RBB: "Dieser Brief und sein Inhalt hätten Menschen verletzen können." Allerdings sei das in dem Versandumschlag enthaltene pyrotechnische Material nicht so gefährlich wie etwa Plastiksprengstoff oder Dynamit. Nachdem einem Bankmitarbeiter Drähte in dem Umschlag aufgefallen waren, hatte die Polizei den Bereich um die Bank am Freitag zeitweise weiträumig abgesperrt.

(xity, AFP)


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